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Klimadonnerstag: Greta Thunberg ist in Brüssel

Zum 7. Mal in Folge demonstrierende schwänzende Schulkinder und Studenten in den Straßen einiger belgischer Städte für den Klimaschutz in Europa und weltweit. Dieses Mal begrüßen die Veranstalter das schwedische Schulmädchen Greta Thunberg (16), quasi die Erfinderin der Aktion „Schule schwänzen für das Klima.“ Schon am Donnerstagmorgen traf sie führenden belgischen Schülerinnen in dieser Sache und sie redete vor der Europäischen Union den Menschen erneut ins Gewissen (Foto).

„Wenn sie der Ansicht sind, dass wir in der Schule sein müssen, dann nehmen sie bitte unseren Platz auf der Straße ein.“, so unmissverständlich unterstrich die schwedische Schülerin Greta Thunberg am Donnerstag in Brüssel das Anliegen der Jugendlichen, die seit Wochen überall in Europa Politik und Gesellschaft an den Klimaschutz erinnern. Thunberg entgegnete den Kritikern dieser Aktionen, dass sie und die anderen Schulkinder und Studenten eben keine „Püppchen“ seien, die sich von Interessen anderer leiten lassen würden, ganz im Gegenteil. Sie riet übrigens den Politikern dringend dazu, auf die Klimaexperten zu hören.

Nach einer freundlichen Begrüßung durch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (Foto), der auf Thunbergs Aussagen freundlich aber vage reagierte und anderen hohen EU-Funktionären ging es am Mittag in Richtung Brüsseler Innenstadt, wo der traditionelle Protestzug startete.

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Währenddessen demonstrierten schon rund 3.000 Jugendliche in den Straßen von Gent (Foto)

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Greta Thunberg wurde am Donnerstagmorgen von den drei belgischen Organisatorinnen der hiesigen Klimaproteste begrüßt, Youth for Climate-Aktivistinnen Anuna De Wever, Kyra Gantois und Adélaïde Charlier (Foto). 

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Am Nachmittag zogen etwa 7.500 Jugendliche durch die Straßen von Brüssel, weitaus weniger als in der vergangenen Woche, als sich rund 11. 000 Schüler und Studenten in der Hauptstadt versammelt hatten. Zum Abschluss der Demonstration richtete sich Greta Thunberg an die Teilnehmer direkt: „Die Machthaber negieren das Klimaproblem schon viel zu lange ungestraft. Wir werden dafür sorgen, dass sie das nicht mehr tun können. Wir werden ein ‚pain in the ass‘ sein. Wir streiken, bis sie etwas tun. Man ist nicht zu klein, um etwas zu bewegen. Wir verändern die Welt nicht nur, wir retten sie!“

Während dem Protestmarsch musste die junge Schwedin von Stewards regelrecht umringt werden, denn vor allem die Presse bestürmte die Schülerin. Im Gedränge kam es zu einer Enge, die den Organisatorinnen zu stark wurde und sie ließen Greta Thunberg eine Zeit lang aus der Menge bringen. Die 16-Jährige allerdings ließ sich durch nichts beirren… (Foto unten)

In der kommenden Woche, am Donnerstag, den 28. Februar, wird die wöchentliche Klimademonstration in Gent stattfinden, wo an diesem Donnerstag, wie bereits oben angemerkt, rund 3.000 Schul- und Unischwänzer für das Klima zusammenkamen. In der ehemaligen limburgischen Zechenstadt Genk kamen an diesem Donnerstag noch einmal zwischen 4.000 und 5.000 Anhänger von „Youth for Climate“ zusammen und in Turnhout in der Provinz Antwerpen waren etwa 800 Demonstranten unterwegs. 

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