Antwerpener Justiz ermittelt wegen Hormondoping im Pferdesport

Im Zuge von Ermittlungen wegen Doping im Pferdesport sind bei Haussuchungen 20 Pferde beschlagnahmt worden. Lokale Polizeieinheiten aus dem Antwerpener Umland stellten auch illegale Hormonprodukte und Spritzen sicher. Die Ermittlungen begannen bereits Ende Juli 2018, als der Zoll im Brüsseler Nationalflughafen verdächtige Lieferungen von Hormonpräparaten aus den USA entdeckte.

Am 31. August 2018 entdeckte der Zoll am Brussels Airport in Zaventem ein verdächtiges Paket aus den USA, das Hormonprodukte enthielt, für die in Belgien keine Zulassungen vorliegen. Diese Produkte sollten dazu dienen, Rennpferde vor Wettbewerben oder Turnieren im Pferdesport zu präparieren, wie die Staatsanwaltschaft Antwerpen bestätigte.

Die Lieferungen hatten Pferdeställe und Pferdesportvereine im Antwerpener Umland als Bestimmung. Die Antwerpener Justiz nahm sofort Ermittlungen auf, die jetzt in Haussuchungen gipfelten, bei denen 20 Pferde, zahlreiche Spritzen und auch weitere verbotene Hormonprodukte beschlagnahmt wurden.

Lokale Polizeieinheiten durchsuchten Reitställe und Einrichtungen von Pferdesportvereinen gemeinsam mit Vertretern der belgischen Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit (FAVV). Die Razzien und Ermittlungen richten sich aber auch an die Verwaltung und den Umgang mit den betroffenen Pferden, wobei deutliche Versäumnisse festgestellt wurden, wie der zuständige Ermittlungsrichter der Staatsanwaltschaft Antwerpen dazu angab.