Neue Luxusfahrzeuge für die vielen hohen Besuche in Belgien

Die Gewerkschaften der belgischen Polizei sind empört über den Kauf Dutzender gepanzerter Luxusfahrzeuge. Das schreibt die Zeitung Het Nieuwsblad an diesem Samstag. 

Die Fahrzeuge sollen für die Spezialeinheiten der Polizei und für die Sicherheit ausländischer Staatschefs gekauft worden sein. Nach Angaben der Polizei-Gewerkschaften seien 49 Wagen für einen Betrag von 25 Millionen Euro über einen Zeitraum von 7 Jahren gekauft worden. Die Gewerkschaften sind der Ansicht, dass das Geld besser hätte ausgegeben werden können.

„Wir stellen Beträge von 560.000 Euro pro Auto fest und das, obwohl die belgische Polizei sparen muss", so Joery Dehaes von der christlichen Gewerkschaft ACV. "In jeder Abteilung herrscht ein Mangel an Ressourcen und Personal, aber dann müssen wir feststellen, dass sehr wohl Geld für die Fahrten von ausländischen VIPs vom Flughafen in ihr Hotel vorhanden ist.“

"Man darf sich fragen, ob es die Aufgabe der Polizei ist, diese VIPs herumzufahren", fährt Dehaes fort. "Und müssen wir dafür gleich 49 Autos kaufen? Das ist mir völlig unbegreiflich, vor allem wenn man weiß, mit welchen Mitteln die anderen Dienste arbeiten müssen.“

Außerdem vertreten die Gewerkschaften die Meinung, dass bei dem umstrittenen Kauf nicht das richtige Verfahren angewandt worden sei. "Vor einigen Wochen haben wir darum gebeten, die Kaufakte einsehen zu dürfen, aber wir haben sie immer noch nicht erhalten", so Dehaes. "Und das, obwohl es eigentlich Aufgabe der Regierung ist, uns die Akte im Voraus vorzulegen. Wir sollten als Sozialpartner zuerst einbezogen und informiert werden.“

Belgiens Polizei: "Der Kauf ist notwendig"

Laut Sarah Frederickx von der Bundespolizei sei der Kauf der gepanzerten Luxuswagen notwendig. "Belgien und Brüssel sind Gastgeberland und Gastgeberstadt für verschiedene europäische und internationale Veranstaltungen. Die föderale Polizei trägt auch in diesem Bereich Verantwortung für die Sicherheit."

"Der Kauf hat tatsächlich einen bestimmten Preis. Doch es gibt auch spezifische Sicherheitsanforderungen, nicht nur für die Sicherheit der Regierungschefs, sondern auch für die unserer eigenen Mitarbeiter.“ 

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