Richard Brocken/HH

Müllkongress in Antwerpen

Mehr als die Hälfte der weltweiten CO2-Emissionen stammt von unseren Produkten und Materialien, wobei hier der gesamte Produktionsprozess vom Entwurf bis zur Entsorgung berücksichtigt wird. Das geht aus einem Bericht hervor, der auf einem Kongress in Antwerpen vorgestellt wurde. 

Auf der Konferenz besprechen Wissenschaftler, Unternehmen und politische Entscheidungsträger aus 60 Ländern, wie wir am besten mit Rohstoffen, Materialien und Abfällen umgehen sollten. Und wenn wir die CO2-Emissionen reduzieren wollen, müssen wir uns sicherlich auch diese Materialien ansehen, sagt Jan Verheyen vom flämischen Entsorgungsunternehmen OVAM.

“Selbst wenn wir eine gute Entsorgungspolitik haben und viel von unserem Müll erneut als Rohstoff einsetzen, stellen wir fest, dass unser materieller Fußabdruck zu groß ist und zu viel Druck auf der Umwelt hinterlässt. All die Produkte haben ja nicht nur eine Entsorgungsphase. So müssen auch Grundstoffe gewonnen werden, ein Produktionsprozess geht den Produkten voran und es entsteht eine Produktionskette. All diese Aspekte haben Auswirkungen auf die Umwelt“, so Verheyen .

Bereits in der Entwicklungsphase müssen Unternehmen daher die Auswirkungen ihrer Produkte auf die Umwelt und das Klima berücksichtigen, heißt es in dem Bericht auch noch.