Antwerpener Hafen: Aus dem Delwaide-Dock soll das „Befreiungsdock“ werden

Ende der vergangenen Woche beschloss der neue Stadtrat von Antwerpen, dass das Delwaidedock im Antwerpener Hafen einen anderen Namen bekommen soll. Grund dafür war ein Buch über die Ereignisse des Jahres 1942 in Antwerpen, dem Höhepunkt der Judenverfolgung. Ein Historiker fand heraus, dass der damalige Bürgermeister der Stadt, Leo Delwaide, tiefer in diese Verfolgungen verstrickt war, als bisher angenommen. Und eben dieser Bürgermeister war der Namensgeber dieses Docks.

Die flämischen Grünen (Groen) im Antwerpener Stadtrat nach Bekanntwerden dieser neuen historischen Fakten angeregt, den Namen des Delwaidedocks zu ändern, denn ihrer Ansicht nach sei der Name des Altbürgermeisters nicht mehr tragbar (siehe nebstehenden Beitrag).

Zunächst blieb Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) in dieser Frage noch zurückhaltend, doch er las das Buch „1942“ von Historiker Herman Van Goethem und stellte sich der Diskussion. Dabei kam heraus, dass die Stadt den Namen des Docks ändern will. Der neue Name soll „Bevrijdingsdok“ heißen, zu Deutsch „Befreieungsdock“. Dieser Name soll an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnern und an die Befreiung von den Nazis.

Der Stadtrat wird dieser Vorschlag den Antwerpener Hafenbetrieben vorgelegt, dem Vorstandsgremium des Hafens. Von einer Zustimmung der Hafenbehörden kann ausgegangen werden. 

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