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Südzucker verschont die Zuckerfabrik im flämischen Tienen

Die Fabrik von „Tiense Suiker“ in Tienen in der Provinz Flämisch-Brabant wird doch nicht geschlossen. Der Standort überlebte die Sparmaßnahmen des deutschen Mutterkonzerns Südzucker. Kein einziger der Beschäftigten dort muss noch mit Entlassung rechnen, so die Gewerkschaften.

Die Zuckerpreise in der Europäischen Union liegen auf einem historisch niedrigen Niveau. Aus diesem Grunde sah sich der deutsche Zuckerkonzern Südzucker dazu gezwungen, umfassende Einsparungen vorzunehmen.

Das Unternehmen wollte die Produktion um 700.000 Tonnen Zucker zurückschrauben, um damit und über Stellenstreichungen rund 100 Mio. € einsparen zu können.

Das bedeutete, dass einige Standorte der Gruppe so oder so geschlossen werden mussten. Bei den davon bedrohten Standorten fiel auch recht häufig der Name der „Tiense Suiker-Raffinaderij“. Lange verlautete aus der Gerüchteküche dieser flämische Standort regelmäßig auf.

Das Werk kann gute Produktionszahlen vorlegen

Am 25. Februar fällte Südzucker das Sparurteil. Der Konzern macht fünf Standorte dicht, doch die Zucker-Raffinerie in Tienen ist glücklicherweise nicht dabei. Doch zwei deutsche, zwei französische und ein polnischer Produktionsstandort werden dicht gemacht.

Die Gewerkschafen am Standort Tienen in Flämisch-Brabant vermuten, dass Südzucker die Leistungsfähigkeit seiner Standorte in ganz Europa verglichen hat und dass „Tiense Suiker“ dabei wohl gut abgeschnitten hat. Das Werk kann gute Produktionszahlen vorlegen und hat bereits einige Umstrukturierungen unter Südzucker durchlaufen.

Es sei allerdings schade, das andernorts Stellen oder ganze Standorte der Gruppe wegfallen, hieß es von Gewerkschaftsseite dazu. 

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