Das nagelneue Schwimmbad von Kortrijk ist in Flammen aufgegangen

In der Nacht zum Mittwoch ist das neue Freizeitbad der Stadt Kortrijk in Westflandern niedergebrannt. Das Bad sollte eigentlich am kommenden Samstag feierlich eröffnet werden, doch daraus kann nichts mehr werden. Alle Anlagen sind völlig zerstört. Glücklicherweise kam bei dem Großfeuer niemand zu Schaden.

Kurz nach 23 Uhr am späten Dienstagabend wurde die Feuerwehr von Kortrijk von Anwohnern alarmiert, die eine laute Explosion vernommen hatten. Kurz darauf loderten Flammen aus dem gesamten Komplex des Schwimmbads. Die Feuerwehr rückte mit der Unterstützung anderer Wehren an und sperrte das gesamte Gebiet ab. Auf einer nahegelegenen Bahnstrecke wurde der Zugverkehr völlig eingestellt. Nach rund anderthalb Stunden war der Brand unter Kontrolle.

Am Montagmorgen zeigte sich das Schwimmbad in einem traurigen Zustand. Kortrijks Bürgermeister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) zeigte sich entsetzt: „Das ist sehr schlimm für Kortrijk.“ Er lobte jedoch die Arbeit der Feuerwehr und wies darauf hin, dass man auf Katastrophenalarm habe verzichten können. Ein Sachverständiger der Staatsanwaltschaft untersucht die Brandursache.

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Der Betreiber der Anlage, die Schwimmbad-Gruppe Lago, hatte rund 33 Mio. € in das Bad investiert. Die Anlage verfügt(e) über ein Schwimmbad mit olympischen Maßen, vielen Rutschen und Röhren in einer Gesamtlänge von 160 m. Damit hätte am kommenden Samstag die längste Rutschbahn eines Schwimmbads in ganz Belgien in Betrieb genommen werden können. Kortrijk und Lago hatten mit 200.000 Besuchern jährlich gerechnet. 

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