20. März Generalstreik im Bildungswesen

Am Mittwoch, den 20. März, streikt das Bildungswesen. Die flämischen Gewerkschaften des Unterrichtswesens fordern alle Ebenen auf, ihre Arbeit niederzulegen. 

Gestreikt wird in den Kindergärten, Primar- und Sekundarschulen sowie im Hochschulwesen. Auch die teilzeitliche Kunstausbildung nimmt an dem Streik teil. Die Gewerkschaften fordern eine Regierung nach den Wahlen vom 26. Mai, die in Bildung investieren will und nicht eine "Sparregierung wie in den letzten beiden Legislaturen".

Lehrer und andere Mitarbeiter des Bildungswesens wie Direktoren von Bildungseinrichtungen haben genug von dem hohen Arbeitsdruck und den anhaltenden Einsparungen auf Renten.

Koen Van Kerkhoven von der christlichen Unterrichtsgewerkschaft COC betont, dass sich der Streik nicht gegen Bildungsministerin Hilde Crevits (CD&V) richtete. "Wir haben einen guten Tarifvertrag mit Ministerin Crevits abgeschlossen, eine Investition in das Coaching von angehenden Lehrern, eine Investition in eine Lohnerhöhung bis 2021. Die begrenzten Mittel, die die Ministerin hatte, hat sie gut investiert. Dafür sind wir ihr dankbar".

Crevits nimmt Streikankündigung zur Kenntnis

Ministerin Crevits reagierte in einem Tweet auf die Ankündigung des Streiks. "Bildung ist mein ständiges Anliegen. Das flämische Parlament hat soeben Maßnahmen zur Umsetzung des Tarifvertrags beschlossen, der mehr als 150 Millionen Euro umfasst. Ich nehme die Streikansage zur Kenntnis", so Crevits.

Im März 2018 unterzeichnete die flämische Regierung eine Vereinbarung mit den Gewerkschaften und Bildungsanbietern über einen neuen Tarifvertrag (CAO) für das Schuljahr 2019-2020.

Das flämische Parlament hat heute die Maßnahmen zur Umsetzung dieses Tarifvertrags verabschiedet. Neben einer Gehaltserhöhung für die 175.000 Lehrkräfte enthält diese Vereinbarung auch Maßnahmen zur Stärkung der Situation von Lehrern, die am Anfang ihrer Karriere stehen und Aushilfen.

Eines der Ziele des Tarifvertrages ist es, den Lehrerberuf attraktiver zu machen. Dies ist notwendig, denn in den kommenden Jahren werden in Flandern jährlich 5.000 bis 7.000 Lehrer benötigt.

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