Bredene will einen rauchfreien Strand und Kortrijk geht bald gegen Kippen vor

Auch auf lokaler Ebene geht es Rauchern in Flandern mehr und mehr an den Kragen. So will die Küstenbadeort Bredene (Foto) einen rauchfreien Strand einrichten und die Stadt Kortrijk in Westflandern will das Wegwerfen von Zigarettenkippen in Zukunft mit einer Verwaltungsstrafe belegen.

Bredene will noch in diesem Sommer einen Praxistest durchführen, in dem ein Strandabschnitt während den Ferienmonaten Juli und August rauchfrei werden soll. Bürgermeister Steve Vandenberghe (SP.A) führt mehrere Gründe für dieses Vorhaben an: „Nicht nur die Gesundheit ist ein Argument für rauchfreie Zonen, sondern auch der Umweltgedanke.“ Vandenberghe berechnete, dass an einen Spitzentag im Hochsommer am gesamten Strand seiner Gemeinde bis zu 400.000 Zigarettenstummel in Sand landen. Zwar haben die Strandaschenbecher der Gemeinde Erfolg, doch Umfragen haben ergeben, dass trotzdem massig Kippenreste am Strand zurückbleiben und „dass dies eines der größten Ärgernisse für die Touristen ist.“

In mehreren Ländern habe man bereits rauchfreie Strandzonen eingerichtet, nur in Belgien noch nicht. Der Gemeinderat von Bredene wird dieses Thema bald besprechen und Bürgermeister Vandenberghe, der auch amtierender Vorsitzender des Komitees der Küstenbadeorte ist, will versuchen, auch seine Kollegen in diesem Bereich davon zu überzeugen, dass man einen solchen Versuch starten sollte. Aber, das soll nicht bedeuten, dass Raucher in Bredene unerwünscht sind: „Der Vorschlag für eine rauchfreie Strandzone lässt Raucher weiter zu am Strand, doch in einem abgetrennten Bereich soll bewussten Nichtrauchern einen besonderen Service bieten. Und dieser Test soll sensibilisierend wirken, sowohl in Sachen Rauchverhalten, als auch im Bereich der Müllproblematik.“

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Auch Kortrijk geht dieses Problem an

In Kortrijk (Foto) in Westflandern ist das Abfallproblem durch Zigarettenstummel auch ein Thema und wird in gleichem Atemzug mit Kaugummiresten genannt. Jetzt will die Stadtverwaltung Bußgelder, bzw. sogenannte Verwaltungsstrafen verhängen, wenn Zeitgenossen ihre Kippe auf die Straße oder auf den Gehweg schnippen oder wenn jemand seinen Kaugummi einfach in der Öffentlichkeit ausspuckt. Um dies zu überprüfen, sollen Mitarbeiter der Stadt in zivil unterwegs sein. Zunächst sollen überführte „Täter“ verwarnt werden, doch ab September werden Bußgelder verhängt. Diese können bis zu 55 € betragen. Die Stadt will vorher aber auch sensibilisierend vorgehen und unter anderem kostenlose und wiederverwendbare Taschenaschenbecher verteilen…