GOAT-Festival: Polizei warnt vor Betrügern und ruft Ticketkäufer dazu auf, Anzeige zu erstatten

Seit einiger Zeit werben Plakate und eine Webseite für ein Popfestival in Bree in der Provinz Limburg, doch offenbar stehen hinter dem GOAT-Festival Betrüger. Erste Eintrittskarten wurden bereits abgesetzt, doch weder das Management des Topacts Chris Brown, noch die Stadtverwaltung, noch der Besitzes des Geländes, auf dem dieses Festival stattfinden soll, wurden bisher kontaktiert. Ein offizieller Veranstalter ist jedenfalls nicht auszumachen.

Das GOAT-Festival, genauer GOAT (Greatest Of All Time) Urban Music Festival, soll am 8. und 9. Juni in Bree in der flämischen Provinz Limburg stattfinden. Doch laut der regionalen Tageszeitung Het Belang van Limburg verbirgt sich dahinter eine Betrugsmasche. Plakate und Webseite des Festivals werben mit Topacts wie Chris Brown oder dem jungen Niederländer Boef, doch beide wissen nichts von einem solchen Engagement.

Auch die Stadtverwaltung von Bree wusste nichts davon, bis sie von anderen Veranstaltern in der Region darauf hingewiesen wurde. Diese teilten Bürgermeisterin Lisbeth Van Der Auwera (CD&V) mit, dass die in der Werbung auftauchenden Künstler an diesen Tagen bereits bei anderen Festivals auftreten würden. Auf Nachfrage wusste auch der Besitzer des Geländes, auf dem GOAT stattfinden soll, nichts von seinem „Glück“. 

Wo und wer ist der eigentliche Veranstalter?

Bei der Suche nach den Veranstaltern fanden Stadt und Polizei eine Nummer einer Klempnerei in den Niederlanden, die nach eigenen Angaben „auch Events veranstaltet“, doch sie leitete die Fragesteller an eine weitere Nummer weiter und hier brachte der Ansprechpartner ebenfalls eine andere Anlaufstelle ins Gespräch. Doch eine Spur in Richtung der tatsächlichen Organisatoren verlief bisher im Sande, was die Vermutung unterstreicht, dass es sich hier um einen Betrugsversuch handelt.

Die Bürgermeisterin von Bree und die Polizei raten Personen, die bereits ein Ticket für das GOAT-Festival erworben haben, dazu, Anzeige zu erstatten. Übrigens, die Webseite des Festivals ist am Mittwoch offline gesetzt worden und ist nicht mehr zu erreichen. Das alles erinnert an das Fyre Festival, ein Luxus-Pop-Festival, das auf den Bahamas organisiert werden sollte, aber niemals stattfand. Gebuchte Künstler, Caterer und hunderte Ticketkäufer warten bis heute auf ihr Geld.