Rotes Kreuz Flandern zieht wieder mehr Plasmaspender an

Das Rote Kreuz im belgischen Bundesland Flandern hat im vergangenen Jahr 16,5 % mehr Plasmaspenden erhalten, als 2017. Einige spezifische Infokampagnen haben 2018 zum Erfolg geführt, so das Rote Kreuz gegenüber VRT NWS. Die Zahl der Blutspenden bleibt in etwa gleich mit den Jahren davor.

Die Nachfrage nach Plasma steigt von Jahr zu Jahr, doch die Zahl der Plasmaspender zieht bisher noch nicht in diesem Umfang mit. Deshalb haben das Rote Kreuz und andere medizinische Einrichtungen in Flandern im vergangenen Jahr die Alarmglocken geläutet und auf das Problem mit einer Sensibilisierungskampagne aufmerksam gemacht. Dies führte jetzt zum Erfolg, denn die Plasmareserven konnten 2018 etwas aufgefüllt werden und zwar um 16,5 % an zusätzlichen Spenden.

Plasma wird in vielen Bereichen verwendet, z.B. bei Patienten, die an Blutstockung oder Blutgerinnsel erkrankt sind. Neugeborene Babys, die bei ihrer Geburt an Gelbsucht erkranken, sind ebenfalls auf Plasma angewiesen. Nicht zuletzt werden in den letzten Jahren immer mehr neue Medikamente entwickelt, bei denen Plasma eines der Bestandteile ist.

Die regionalen Rote Kreuz-Verbände in Ländern und Regionen haben den Auftrag der belgischen Bundesregierung erhalten, pro Jahr ihre Plasmareserven um 5 % zu erhöhen. Dabei handelt es sich um die Menge an Plasma und nicht um die Zahl der Plasmaspender, so eine Sprecherin des Roten Kreuzes gegenüber VRT NWS: „Wir haben vergangenes Jahr 2 % mehr Plasma erhalten, als die Zielvorgabe. Dies ist das Ergebnis von einigen spezifischen Kampagnen, mit denen zum Spenden aufgerufen wurde.“

Plasma kann lediglich in einigen speziell dafür ausgerüsteten Zentren gespendet werden. Dazu gehört ein Gerät, dass das Plasma von Blut trennt. Ein Spender kann zweimal pro Woche Plasma spenden. Viele Spender kommen regelmäßig in die Zentren. 2018 gelangen 114.482 Plasmaspenden, 250.933 Blutspenden und 15.686 Spenden von Blutplasma.

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