Zöllnerstreik in Nordfrankreich: E40 ab Oostduinkerke für LKW gesperrt

Seit vier Tagen streiken die Zollbeamten in den nordfranzösischen Nordseehäfen Calais und Dünkirchen. Sie ziehen seit Tagen „Dienst nach Vorschrift“ durch und fordern angesichts des sich akut nähernden Brexits deutlich mehr Personal. Mit ihrer Aktion wollen sie zeigen, was nach dem Austritt der Briten aus der EU passieren wird, wenn nicht bald Initiative ergriffen wird.

Dieser Bummelstreik der französischen Zöllner sorgt dafür, dass sich die Lastwagen in Richtung der beiden Häfen Calais und Dünkirchen kilometerlang stauen und dies hat die belgische Verkehrspolizei dazu gebracht, den Grenzübergang an der E40 in Adinkerke ab Oostduinkerke (Westflandern) zumindest vorläufig abzusperren. Auch die Auitobahnkreuze zwischen Oostduinkerke und dem Grenzübergang Adinkerke sind gesperrt. 

Der gesamte Verkehr muss die Autobahn E40 dort verlassen (Foto), doch die PKW dürfen danach über eine Umleitung wieder auf dieser Autobahn in Richtung Frankreich weiterfahren. Die LKW aber müssen einen recht weiten Umweg über die E17 nach Frankreich nehmen. Dabei müssen sie über Brügge und Kortrijk in Westflandern fahren, um von dort aus über Grenzübergänge nach Frankreich gelangen zu können.

Der Verband der belgischen Straßentransport-Unternehmen Febetra erinnert daran, dass eine Stunde Wartezeit für einen Lastwagen im Stau zwischen 70 und 80 € kostet. Derzeit stehen schon tausende Lastwagen aus ganz Europa in Nordfrankreich in Staus oder auf Parkplätzen - alle mit Ziel Großbritannien.

Damit treffen die französischen Zollbeamten mit ihrer dringenden Forderung nach Verstärkung angesichts des Brexit einen schon jetzt gereizten Nerv. Nicht nur die stehenden Lastwagen kosten Geld, sondern auch ausbleibende Lieferungen, denn diese können Produktionsstopps in der Industrie zur Folge haben oder Versorgungsengpässe im Groß- und Einzelhandel… 

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