Engagierter Einsatz der Feuerwehr nach dem Sturm

Die Feuerwehr ist noch immer mit Anrufen infolge von Sturmschäden beschäftigt. Besonders am gestrigen Sonntagnachmittag sind viele Anrufe bei der Feuerwehr eingegangen. Ein Großteil musste auch noch an diesem Montag auf die Feuerwehr warten. Die Feuerwehren benötigen mindestens noch den gesamten Montag, um alle Anrufe abzuarbeiten.

In Gent wurden zwischen 12.00 Uhr Sonntagnachmittag und Mitternacht 1.058 Anrufe entgegengenommen. "Das sind außergewöhnlich viele", so Serge Vander Ougstraete, der Betriebsleiter der Feuerwehrzone der Stadt Gent.  "Bei Stürmen haben wir häufig viele Anrufe, um die 700, aber gestern war es extrem. Insbesondere zu Beginn des Sturms, zwischen 12 und 15 Uhr, gingen viele Anrufe ein.“

An diesem Montagmorgen musste die Feuerwehr noch 400 Anrufe bearbeiten. "Wir sind immer noch beschäftigt", so Vander Ougstraete. "Natürlich wurden die dringenden Anrufe zuerst bearbeitet, Menschen in Not haben Vorrang. Die weniger dringenden Fälle müssen in der Tat warten. Wir bitten die Menschen um noch ein wenig Geduld. Alle möglichen Teams arbeiten jetzt und wir versuchen, die Warteschlange so schnell wie möglich abzuarbeiten. Es geht heute vor allem um lose Dachziegel und dergleichen, Dinge, die keine unmittelbare Gefahr darstellen.“

Flämische Regierung lässt prüfen, ob Sturm als Katastrophe anerkannt werden kann

Die flämische Regierung läßt nun prüfen, ob der Sturm vom vergangenen Wochenende als allgemeine Katastrophe anerkannt werden kann. Dies hat der flämische Ministerpräsident Geert Bourgeois an diesem Montag bekannt gegeben.

"Flämische Gemeinden, die am vergangenen Wochenende durch die Böen schweren Schaden erlitten haben, haben 30 Tage Zeit, beim Katastrophenfonds einen Antrag auf Anerkennung dieses Sturmwetters als Katastrophe einzureichen. Danach kann das Meteorologische Institut KMI eine Untersuchung einleiten. Sturmwinde mit einer Windgeschwindigkeit von mindestens 120 Kilometern pro Stunde gelten als allgemeine Katastrophe", betonte Bourgeois.

Wird das Sturmwetter als allgemeine Katastrophe anerkannt, können individuelle Anträge zur Entschädigung an den Katastrophenfonds gestellt werden. Bourgeois wies darauf hin, dass die Bearbeitung der Akten durch ein neues Dekret viel schneller erfolgen könne als bisher.

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