Totgeglaubter IS-Kämpfer aus Belgien scheint doch noch zu Leben

Der in Belgien wegen Terrorismus in Abwesenheit zu einer Haftstrafe verurteilte IS- und Syrienkämpfer Abdellah Nouamane, der im vergangenen Jahr von seiner Mutter für tot erklärt wurde, scheint noch zu leben. Nach Pressemeldungen, die die belgische Staatssicherheit gegenüber VRT NWS am Dienstag bestätigte, hält sich Nouamane noch immer in Syrien auf.

Abdellah Nouamane verließ seine Heimatstadt Antwerpen 2013 in Richtung Syrien, um dort zunächst die Freie Syrische Armee zu unterstützen. Danach wechselte er zu den Al Nusra-Brigaden, um sich schlussendlich der islamistischen Terrororganisation IS abzuschließen. Im vergangenen Jahr wurde er in Abwesenheit von einem Gericht in Mechelen zu 5 Jahren Haft wegen der Planung eines Terroranschlags in Belgien verurteilt.

Seine Mutter Fatima Ezzarhouni setzt sich seit sich ihr Sohn radikalislamistischen Kräften angeschlossen hat, für Deradikalisierungsprojekte ein und sie kandidierte bei den Kommunalwahlen im Oktober 2018 für die flämischen Christdemokraten CD&V für einen Sitz im Antwerpener Stadtrat und für einen Distriktrat.

Im vergangenen Jahr hatte Ezzarhouni gegenüber VRT NWS angegeben, aus sicherer Quelle vernommen zu haben, dass ihr Sohn ums Leben gekommen sei. Dessen Frau, eine radikalisierte Niederländerin, die ebenfalls in Syrien ist, hat ein Kind von ihm.

Jetzt haben die belgischen Sicherheitsdienste herausgefunden, dass Abdellah Nouamame wohl noch am Leben ist, wenn er auch mehrmals im Kampf verletzt wurde. Dass IS-Kämpfer für tot erklärt werden, geschieht nicht selten, nicht zuletzt, um diese im Untergrund an Anschlägen arbeiten zu lassen. 

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