TUIfly: "Belgische" Boeing 737MAX müssen am Boden bleiben

Die Fluggesellschaft TUIfly hält ihre vier in Belgien stationierten Maschinen von Typ Boeing 737MAX am Boden. Die staatliche britische Flugsicherheit hat sich dazu entschlossen, den Luftraum über Großbritannien für Flugzeuge dieses Typs zu schließen. Dieser Entschluss ist eine Folge des Absturzes einer Boeing 737MAX in Äthiopien am vergangenen Wochenende. Dabei war auch eine Frau aus Belgien ums Leben gekommen.

Bei dem Absturz einer 737MAX der Ethiopian Airlines am Sonntag in der Nähe der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba waren 149 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Darunter war auch eine Frau aus Belgien. Die Maschine hatte kurz nach dem Start Probleme gemeldet und verschwand nur Minuten später vom Radar. 

Vor einigen Monaten war schon einmal ein Flugzeug dieses neuesten Produkts von Boeing abgestürzt und zwar eine Maschine der indonesischen Lion Air, die Ende Oktober 2018 in die Javasee gestürzt war. Jetzt entscheiden sich viele Fluggesellschaften und Ländern dazu, diese Maschinen nicht mehr starten zu lassen, denn sie befürchten einen fatalen Konstruktionsfehler. Der Druck gegen diese Flugzeuge steigt international.

Da auch die britischen Behörden den Luftraum für Maschinen dieses Typs geschlossen haben, sieht sich die dort ansässige Gesellschaft TUIfly (nicht zu verwechseln mit der Reisegesellschaft TUI) dazu gezwungen, ihre 15 Flugzeuge ebenfalls am Boden zu lassen.

TUIfly hat ihre Maschinen dieses Typs an mehreren Standorten stationiert: Deutschland, Niederlande, Skandinavien und Belgien. In unserem Land sind vier 737MAX-8 angemeldet. Belgische Urlauber und Flugreisende, die Flüge bei TUI gebucht haben, die mit TUIfly-Boeing 737MAX-Maschinen erfolgen sollten, werden kontaktiert, hieß es dazu. 

AP2012

Weitere Nachrichten