Barnier betonte in Bukarest erneut: „Dieser Vertrag, so wie er ist, ist der einzige, denen wir ihnen zugestehen können“

Hunderte von Vertretern der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften der Europäischen Union sowie europäische und nationale Führungskräfte trafen sich an diesem Donnerstag in Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens, zu zweitägigen Diskussionen über die Rolle der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften in einem "erneuerten" Europa. Kurz bevor die britischen Abgeordneten über eine Verschiebung des Datums für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU entscheiden sollten, sprach auch der Verhandlungsführer der EU für den Brexit, Michel Barnier, auf der Versammlung in Bukarest.

Den 8. Europäischen Gipfel der Regionen und Städte wurde vom  Präsidenten des Europäischen Ausschusses der Regionen, Karl-Heinz Lambertz, eingeleitet. "Unser Gipfel findet zu einem wohl entscheidenden Zeitpunkt in der Geschichte der Europäischen Union statt", betonte der Belgier und bezog sich auf die bevorstehenden Europawahlen, den in Verhandlung befindlichen Mehrjahreshaushalt und natürlich den Brexit.

Der Europäische Ausschuss der Regionen, die Versammlung der gewählten lokalen und regionalen Vertreter der EU, die den Gipfel mit der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft organisiert, befürchtet die Auswirkungen eines Brexit ohne Einigung auf die lokale Wirtschaft.

Kurz bevor die britischen Abgeordneten über eine Verschiebung des Datums für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU entscheiden sollten, sprach der Verhandlungsführer der EU für den Brexit, Michel Barnier, in Bukarest vor den Vertretern der Regionen und Städte zum Thema "Lehren aus dem Brexit".

Er betonte noch einmal, dass das Ziel, sollte es zum Austritt kommen, der Weg des geordneten Austritts sei, um danach die zweiten Verhandlungen über die Zukunft der Zusammenarbeit mit dem Vereinigten Königreich beginnen zu können. Soweit sei man zwar noch nicht, aber sobald dies der Fall sei, müsse man so schnell wie möglich zum Aufbau einer Partnerschaft mit dem VK beitragen.

Barnier unterstrich in seiner Rede auch noch einmal: „Wenn das Vereinigte Königreich immer noch die EU geordnet verlassen will, ist dieser 600-Seiten-Vertrag, so wie er ist, der einzige, denen wir ihnen zugestehen können.“

Die EU wolle sich weder rächen, noch das Vereinigte Königreich bestrafen.

Kurz nach Barniers Pressekonferenz hat das Unterhaus in London am Donnerstagabend für eine Verschiebung des Datums für den Austritt aus der EU gestimmt.    

Weitere Nachrichten