Bei der Bank BNP Paribas Fortis wird jede dritte Zweigstelle dicht gemacht 

Die Bank BNP Paribas Fortis will in den kommenden drei Jahren jede dritte Niederlassung schließen, 86 Zweigstellen schon in diesem Jahr. Daneben sollen rund 2.800 Jobs gestrichen werden, während 600 neue Mitarbeiter mit bestimmten Profilen neu angeworben werden sollen. Die Gewerkschaften geben dem Vorhaben Grünes Licht, denn der Stellenabbau soll nicht über direkte Entlassungen verlaufen. 

Bis Ende 2021 sollen 267 von jetzt noch 678 BNP Paribas Fortis-Filialen wegfallen, wie die Bank am Freitagmorgen bekannt gegeben hat. 86 Zweigstellen sollen noch im laufenden Jahr geschlossen werden. Schon vorher war bekannt geworden, dass insgesamt 2.200 Stellen abgebaut werden sollen, doch inzwischen steht die Zahl von 2.800 wegfallenden Arbeitsplätzen im Raum. Die sozialistische Angestelltengewerkschaft BBTK ist der Ansicht, dass dies zu erwarten war, denn in Belgien ist die Dichte an Bankfilialen im Allgemeinen fast am höchsten in Europa. 

Und eine Statistik für unser Land macht deutlich, dass lediglich noch rund 14 % aller Landsleute überhaupt noch zur Bank gehen. Bundeswirtschafts- und Arbeitsminister Kris Peeters (CD&V) äußerte sich ähnlich, wie die BBTK, nach dem auch ihm versichert wurde, dass der Stellenabbau intern und ohne direkte Entlassungen erfolgen werde.

Die Streichung der Arbeitsplätze soll zum Großteil über Pensionierungen und über freiwillige Abgänge erfolgen. BNP Paribas Fortis nannte die sich rasch weiterentwickelnde Digitalisierung als Grund für den Vorgang. Man setze auf mehr Expertise in größeren Bankfilialen, hieß es dazu noch am Freitagmorgen. BNP Paribas Fortis gab auch an, dass die Gruppe im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 1,9 Mia. € verbuchte. In Belgien ging der Gewinn um 2,0 % leicht zurück und auch die Luxemburger Filialen verbuchten etwas weniger Gewinne. 

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