Belgischer Obst- und Gemüsevertrieb Greenyard streicht weltweit 422 Arbeitsplätze

Dass bei Greenyard Probleme vorliegen, ist nicht neu und so kommt es auch nicht ganz unerwartet, dass der Umstrukturierungsplan, den das Unternehmen jetzt vorlegt, Stellenstreichungen vorsieht. Weltweit beschäftigt das Vertriebsunternehmen für Obst und Gemüse 9.000 Mitarbeiter, von denen jetzt 422 Kollegen gehen müssen - auch in Deutschland.

Greenyard, ehemals Greenyard Foods, ist eine belgische Unternehmensgruppe mit Sitz in Sint-Katelijne-Waver in der Provinz Antwerpen, die frisches Obst und Gemüse verarbeitet und diese als Fertiggericht, als Konserve oder als Tiefkühlware vertreibt und vermarktet. Das Unternehmen deckt die Gesamte Palette der Aktivitäten zwischen Anbau und Verbraucher ab.

Die Umstrukturierung sieht vor allem vor, den Bereich frische Erzeugnisse anzupassen. Laut Greenyard müssen die Wege zwischen den Landwirten und den Supermärkten kürzer werden. Erzeuger aus dem Umland von Märkten sollen direkt liefern und sich mehr und mehr auf ein besseres Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot konzentrieren. Damit einher geht im Frischebereich der Gruppe auch, dass dabei Kosten eingespart werden.

Die meisten der 422 Jobs, die Greenyard streicht, verschwinden in Deutschland und in Großbritannien. In Belgien hält sich der Stellenabbau in Grenzen und soll über natürliche Abgänge erfolgen; z.B. über Renten und über Kündigungen auf eigenen Wundsch der Beschäftigten. 

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