Ecluse macht Dampf bei der Energieversorgung von Chemieunternehmen in Antwerpen

Am gestrigen Freitag ist im Hafen von Antwerpen Ecluse, ein Industriedampfnetz, an das sechs Chemieunternehmen angeschlossen sind, offiziell in Betrieb genommen worden. Die Chemiekonzerne werden von den Müllverbrennungsanlagen von Indaver und SLECO mit Dampf versorgt.

Der flämische Minister für Arbeit, Wirtschaft, Innovation und Sport, Philippe Muyters (N-VA) und die Energieministerin Lydia Peeters (Open VLD) durften mit einer symbolischen Geste das neue Dampfnetz einweihen. Die flämische Regierung hat 10 Millionen Euro in das Projekt investiert, dessen Gesamtkosten sich auf 30 Millionen Euro belaufen. Fluvius war an der Installation beteiligt.

Das Netzwerk wird die Chemieunternehmen Ineos Phenol, ADPO, Lanxess, Monument Chemical und Ashland Specialties mit Dampf versorgen, der durch die bei der Abfallverbrennung entstehende Wärme erzeugt wird. Der Transport erfolgt durch Rohre, bei einem konstanten Druck von 40 bar und einer Temperatur von 400 Grad. Das Warmwasser fließt über eine Kondensatleitung zu den Abfallverarbeitern zurück. Zuvor wird es noch zum Heizen durch die Büros von DP World geleitet. Das gesamte Leitungsnetz ist rund 5 Kilometer lang.

Arbeits- und Wirtschaftsminister Kris Peeters nennt Ecluse "ein sehr schönes Projekt". "Wir dürfen nicht zulassen, dass Energie verloren geht - eine gute Initiative, wenn wir Restwärme in anderen Prozessen nutzen können.“ Mit Ecluse würden 100.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

Laut Minister Muyters sei Ecluse nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch interessant. "Die beteiligten Chemieunternehmen haben langfristige Verträge abgeschlossen, so dass sie in Flandern wirtschaftlich verankert bleiben.“

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