Peter Van Rompuy, Archiv Belga

"N-VA will nicht nur das Land, sondern auch die Gesellschaft spalten"

"Die flämischen Regionalisten von der N-VA wollen nicht nur das Land, sondern auch die Gesellschaft spalten, während die Liberalen nach einem Weg streben, auf dem jeder sich selbst der Nächste ist und der Stärkste überlebt.“ Das stehe jedoch im direkten Gegensatz zu den Werten, für die sich die flämischen Christdemokraten von der CD&V einsetzten, betonte Peter Van Rompuy, der CD&V-Listenführer in Flämisch-Brabant für die flämischen Wahlen, an diesem Samstag auf einem Provinzparteitag in Löwen.

Die CD&V setzte sich vor allem für eine Gesellschaft ein, die zusammenhalte und in der wir uns gegenseitig unterstützen und helfen würden, so Peter Van Rompuy an diesem Samstag.

Auch Belgiens Justizminister Koen Geens, der Listenführer in dieser Provinz für die belgischen Wahlen ist, kritisierte die N-VA, genauer gesagt die Äußerung von Bart De Wever, der den EU-Listenvorsitz von Kris Peeters als "sein trauriges politisches Ende" bezeichnete. "Wir haben immer unsere erfahrensten Menschen nach Europa geschickt, denn wenn nicht die EU unsere Zukunft ist, haben wir keine Zukunft", sagte Geens. Der Minister verwies auf Persönlichkeiten wie Tindemans, Martens, Dehaene und Herman Van Rompuy, die alle eine wichtige Rolle in der EU spielten. Er sprach auch mit Hochachtung von der derzeitigen EU-Kommissarin Marianne Thyssen, die alle europäischen Sozialtrophäen geholt habe. "Ist hier jemand, der diese ‘Grande Dame‘ unserer Partei nicht eine große Politikerin nennt", stellte Geens die  rhetorische Frage.

Auch Kris Peeters selbst ergriff kurz das Wort. Er betonte, dass wir die EU unbedingt bräuchten, um viele der großen Probleme zu lösen, mit denen wir konfrontiert seien, wie die globale Erwärmung und die Migration. "Die Tatsache, dass die Zahl der Migranten, die in die EU gekommen sind, von rund einer Million im Jahr 2015 auf 120.000 im vergangenen Jahr zurückgegangen ist, ist den auf europäischer Ebene getroffenen Maßnahmen zu verdanken", so Peeters. Ferner plädierte er für die Stärkung des Binnenmarkts, die Sensibilisierung der Jugendlichen für den wirtschaftlichen Mehrwert der EU und mehr Investitionen in die Forschung. "Wäre es nicht wunderbar, wenn die EU der erste Kontinent wäre, der in der Lage ist, Krebs definitiv zu besiegen?“, hieß es auch noch.

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