Grüne vor Wahlen: „Forderung nach mehr Personal in Schulen und helfende Hände an Betten der Kranken“

Am gestrigen Samstag veranstalteten die Grünen ihren ersten Wahlkampftag in Brüssel im Hinblick auf die Wahlen im Mai. Etwa tausend Mitglieder erhielten Workshops über Kampagnen und wurden in den "Plan A" der Partei eingeführt, "weil es keinen Planeten B gibt".

Die Vorsitzende von Groen, Meyrem Almaci, forderte die anderen Parteien auf, einen genauen Klimaplan vorzulegen. "Was ist Ihre Alternative? ", fragte sie. "Politiker, die denken, dass alles von selber gut wird, liegen falsch. Wenn wir nichts ändern, werden die Emissionen bis 2035 nicht sinken, sondern steigen. Die Klima-Schwänzer sitzen in den Regierungen und sind nicht besser als Klima-Leugner.“

Letzte Woche hatte Groen ihren Plan vorgelegt. Darin schlägt die Partei vor, die Emissionen bis 2030 um 55 % zu senken. Die auffallendste Maßnahme war ein schnelles Auslaufen von Tankkarten und Firmenwagen als Teil des Lohnes. "Ein Angriff auf den Nettolohn der Mittelschicht", reagierten andere Parteien. "Die heutigen Politiker scheinen den Ernst der Lage nicht zu verstehen", reagierte Almaci am gestrigen Samstag. "Ja, die Dinge werden sich ändern. Und das ist notwendig." Sie bat alle Parteien, einen kalkulierbaren Plan zu entwickeln: "Dann können wir darüber reden".

Neben dem Klima wurde auch ein Schwerpunkt auf die Sozialpolitik gelegt. "Die Menschen bekommen heute nicht die Pflege, auf die sie einen Anspruch haben. Und Lehrer bekommen nicht die Unterstützung, die sie brauchen. Das ist unmenschlich und wir wollen das ändern", so Almaci. Die Partei will mehr Personal im Klassenzimmer und mehr helfende Hände an den Betten der Kranken. Groen verspricht, für genügend Plätze in der Jugend- und psychiatrischen Versorgung zu sorgen, so dass die Wartelisten verschwinden.

Die Partei startet die Kampagne mit Zuversicht: "Hierfür gibt es viel Unterstützung. Die Mehrheit der flämischen Bevölkerung will das System der Firmenwagen als Teil des Lohnes abschaffen und drei Viertel unterstützen unseren Vorschlag für ein Mobilitätsbudget für jeden Mitarbeiter. Lasst uns das dann einfach auch machen.“

Weitere Nachrichten