Nach Utrecht: Belgiens Sicherheitsdienste bleiben wachsam

Belgiens Premierminister Charles Michel (MR) reagierte auf den mutmaßlichen Terroranschlag in der niederländischen Stadt Utrecht, bei dem 5 Menschen ums Leben kamen und 9 weitere verletzt wurden: „Unsere Gedanken sind bei unseren niederländischen Freunden. Unsere Behörden sind wachsam und verfolgen die Lage in Utrecht genau. Wir sind bereits, dort zu helfen, wo wir können.“

Auch Belgiens Justizminister Koen Geens (CD&V) reagierte auf die Vorgänge in unserem Nachbarland: „Wir hoffen auf mehr Deutlichkeit über die Schießerei in Utrecht. Sinnlose Gewalt führt nur zu mehr sinnloser Gewalt.“

Inzwischen ist das Krisenzentrum der belgischen Bundesregierung in Brüssel zusammengekommen, um die Lage in Utrecht „Minute auf Minute“ genau zu verfolgen. Es sei aber noch zu früh, um von belgischer Seite her Maßnahmen zu ergreifen, hieß es dazu.

Das Krisenzentrum sammelt so viel Informationen, wie nur möglich, so ein Sprecher, um diese mit den verschiedenen Aktoren auf dieser Ebene in Belgien - Sicherheits- und Nachrichtendienste, Bundespolizei und das staatliche Organ für Bedrohungsanalyse (OCAD) - zu besprechen.

Am Ende des Tages, als der mutmaßliche Täter gefasst war, hieß es dazu in Brüssel, dass der Vorfall in Utrecht keine weiteren Folgen für Belgien habe. „Soweit wir wissen, liegt auch kein Link mit Personen in Belgien vor“, so Erik Eenaerts, der Sprecher von Belgiens geschäftsführendem Innenminister Pieter De Crem (CD&V).

Doch das Krisenzentrum folgt den Ereignissen in den Niederlanden weiter, zumindest solange, wie nicht klar ist, mit welchen Motiven der Attentäter vorgegangen ist (Terroranschlag, Mord aus persönlichen Beweggründen…).

Sowohl beim Krisenzentrum, als auch bei OCAD liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, die es rechtfertigen würden, das Bedrohungsniveau anzupassen. 

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