Regionalwahlen in Brüssel: Kleine Hauptstadtparteien zeigen sich (oder auch nicht)

Mit one.brussels und ProBruxel zeigen sich gleich zwei Parteien und Bewegungen, die im Vorfeld der Regionalwahlen am 26. Mai einiges zu sagen haben. Manche Ambitionen gehen da sehr weit, andere hingegen sind sehr zurückhaltend. Wie das Brüsseler Regionalparlament (Foto) nach den Wahlen aussehen wird, könnte unter Umständen spannend werden. 

Die Bewegung one.brussels, eine offene Liste aus parteilosen Kandidaten und Mitgliedern der flämischen Sozialisten SP.A, will aus der Hauptstadt-Region eine Stadt machen und will damit die 19 Gemeinden, die diese Region bilden, abschaffen. One.brussels setzt klar auf eine Polizeizone, ein Öffentliches Sozialhilfezentrum und auf ein städtisches Bildungsnetz, das auch zweisprachigen Unterricht (Niederländisch und Französisch) anbieten soll.

Zudem soll es in Zukunft in Brüssel auch nur noch eine Anlaufstelle für Kinderbetreuung geben. Auch hier soll die Möglichkeit bestehen, Kleinkindbetreuung in Franzöisch oder Niederländisch oder gar zweisprachig anzubieten.

One.brussels machte diese Standpunkte am Wochenende anlässlich eines sogenannten „Kick Off“-Kongresses des Stadtprojekts „one.brussels-SP.A“ gemeinsam mit den flämischen Sozialisten SP.A publik. Bei dieser Veranstaltung im Tour&Taxis-Komplex stellten die SP.A-Spitzenkandidaten Pascal Smet (Brüssel) und Hannelore Goeman (Flämisches Parlament - Sitz für Brüssel und als Nachrücker für Europa) ihre Programme und Listen vor.

ProBruxel

Die zweisprachige Hauptstadtpartei ProBruxel hingegen schraubt ihre Ambitionen weitgehend zurück und gab bekannt, dass sie bei den Regionalwahlen am 26. Mai nicht mit einer eigenen Liste antreten wird. ProBruxel hatte auch schon auf eine Teilnahme an den Kommunalwahlen im Oktober 2018 verzichtet.

ProBruxel hatte in einer Mitteilung im Juli 2018 bei der Bekanntgabe des Verzichts an den Kommunalwahlen teilzunehmen noch angedeutet, von sich wieder bei den Regional- und Parlamentswahlen hören zu lassen. Daraus wird wohl nichts. Stattdessen rät die Bewegung ihren Mitgliedern und Sympathisanten, ihre Stimme der frankophonen Grünen-Partei Ecolo zu geben. 

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