Mangel an Fluglotsen führt erneut zu Verspätungen: 10 Flüge von Brussels Airlines gestrichen

Der Flugverkehr in Belgien ist auch an diesem Donnerstag noch ernsthaft gestört, weil es bei Skeyes, dem ehemaligen Belgocontrol, zu wenig Fluglotsen gibt. Sie haben sich aus Protest gegen den hohen Arbeitsdruck krank gemeldet. Das hat auch heute noch auf allen Flughäfen Belgiens Folgen. 

Zum zweiten Mal in Folge protestieren die Fluglotsen gegen den übermäßigen Arbeitsdruck. Die Auswirkungen des Streiks waren heute Morgen auf dem Flughafen Charleroi am größten. Dort war der Luftraum zwischen 6 und 9 Uhr vollständig gesperrt, was zu Verspätungen bei allen Flügen am Morgen führte. Einige dieser Flüge werden erst heute Nachmittag starten können.

Am Flughafen Zaventem war die Beeinträchtigung heute Morgen begrenzt, aber auch dort haben die Verspätungen von Abflug und Ankunft der Flüge inzwischen zugenommen. Es ist nicht klar, wie sich die Situation heute Nachmittag entwickeln wird, aber im Moment sieht es so aus, als werden viele Flüge am frühen Nachmittag Verspätung haben. Brussels Airlines hat bereits insgesamt 10 Flüge storniert.

Auf den Regionalflughäfen Lüttich, Antwerpen und Ostende sind die Unannehmlichkeiten vorerst begrenzt.

Unmögliche Zustände bei Skeyes?

Die Verspätungen sind das Ergebnis eines anhaltenden Konflikts zwischen den Fluglotsen und dem Management von Skeyes, dem ehemaligen Belgocontrol.  Kurt Callaerts von der christlichen Gewerkschaft ACB Transcom wirft Skeyes Lügen vor.

Das Management der Flugsicherung sagt, dass es aufgrund von Krankheiten der Fluglotsen einen Personalmangel gebe, aber Callaerts betonte im VRT-Radio am Morgen: "Das ist ein Streik. Die Fluglotsen streiken, weil sie der Meinung sind, dass das Management ihre Anforderungen nicht ausreichend erfüllt, das heißt die Arbeitsbelastung nicht reduziert.“ Er beklagt, dass derzeit nur noch 82 Fluglotsen im Einsatz seien, während 104 in Vollbesetzung sein sollten. "Das ist nicht mehr realistisch."

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