Über 36.000 Personen aus dem Ausland sind 2018 Belgier geworden

Mehr als 36.000 Menschen aus dem Ausland haben im vergangenen Jahr die belgische Staatsbürgerschaft angenommen. Sie kommen aus fast allen Ländern der Welt und erfüllen strenge Kriterien.

1031  Niederländer, 4 Menschen aus Neuseeland, 43 Kubaner, 502 Brasilianer, 3 Libyer, 1142 Kongolesen, 165 Thailänder, 468 Syrer, 7 Japaner, 1028 Briten, 2156 Rumänen, 795 Franzosen, 1016 Afghanen, 30 Palästinenser, 4731 Marokkaner…: Die Einwohner Belgiens, die letztes Jahr offiziell die belgische Nationalität annehmen durften, stammen aus fast allen Ländern der Welt. Einer von drei Personen stammt aus einem EU-Land und noch einmal 15 Prozent aus anderen europäischen Ländern. Weitere 15 Prozent kommt aus Nordafrika. Die größte Gruppe ist marokkanischer Herkunft. Danach folgen Rumänen, Niederländer und Briten.

Seit 2013 hat sich die Gesetzgebung verschärft. Wer Belgier werden will, muss u.a. beweisen können, dass er oder sie arbeitet, eine der Landessprachen spricht und dass er oder sie nicht vorbestraft ist.

Die Einbürgerung ist nur für Menschen mit besonderen sportlichen oder kulturellen Verdiensten möglich, erklärt die CD&V-Parlamentsabgeordnete Nahima Lanjri. Sie ist Vorsitzende des zuständigen Ausschusses. „Im Ausschuss hatte es noch einen historischen Rückstand von 37.000 Akten gegeben.“ Die sind inzwischen fast alle bearbeitet worden. Die letzten 5.000 warten auf Empfehlungen, insbesondere von der Brüsseler Staatsanwaltschaft.

Weitere Nachrichten