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Brüsseler Syrienkämpfer muss mit Todesstrafe im Irak rechnen

Der Brüsseler IS-Kämpfer Karam El Harchaoui wurde von Syrien an den Irak ausgeliefert. Er riskiert als dritter Belgier, zum Tode verurteilt zu werden. El Harchaoui verließ 2014 seine Wohnung in Etterbeek, um für den Islamischen Staat zu kämpfen.

Karam El Harchaoui, ein 32-jähriger Franzose, der im Brüsseler Stadtteil Etterbeek wohnte, zog 2014 in den Kampf nach Syrien. Auch sein Bruder Abdelali verließ Brüssel, um dort für den IS zu kämpfen. Er soll in Syrien gestorben sein. Da die französischen Brüder in Brüssel lebten, standen sie auf der OCAD-Liste der belgischen IS-Kämpfer (Liste des belgischen Dienstes zur Terrorismusabwehr (Ocad/Ocam).

Todesstrafe?

Anfang dieses Monats müsste Karim El Harchaoui an den Irak ausgeliefert worden sein. Zuvor hatten die syrischen Kurden auch den Antwerpener Bilal Al Marchohi an das Nachbarland ausgeliefert. Er wurde letzte Woche im Irak zum Tode verurteilt. Wahrscheinlich wartet dort auf El Harchaoui das gleiche Urteil.

Tarik Jadaoun aus Verviers wurde ebenfalls im Mai letzten Jahres zum Tode verurteilt. Er war im Irak selbst festgenommen worden. Nach den Verurteilungen von Al Marchohi und Jadaoun forderte die belgische Regierung den Irak auf, die Strafen nicht zu vollstrecken. Belgien ist grundsätzlich gegen die Todesstrafe.