Belgien: Weniger Verkehrstote bei steigender Zahl der schweren Zweiradunfälle

Die Zahl der Verkehrstoten im belgischen Straßenverkehr ist im vergangenen Jahr um 7 % gesunken, wie der aktuelle Verkehrsbarometer des Institutes für Verkehrssicherheit (VIAS) belegt. Dies mag eine positive Entwicklung belegen, doch Anlass zur Sorge bietet die Tatsache, dass die Zahl der tödlichen Unfälle mit Fahr- oder Motorrädern ist leicht angestiegen. VIAS befürchtet überdies, dass die anvisierte Maximalzahl an Verkehrstoten, die 2020 bei nur noch 420 pro Jahr liegen soll, nicht erreicht werden kann.

440 Personen kamen letztes Jahr in unserem Land bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das waren 35 Todesopfer weniger als 2017. Noch nie kamen so wenig Menschen im Straßenverkehr in Belgien ums Leben, wie 2018 und innerhalb der vergangenen 10 Jahre konnte die Zahl der tödlichen Verkehrsopfer sogar fast halbiert werden.

Etwas getrübt werden diese Werte allerdings durch die Zahl derer, die noch 30 Tage nach ihrem Unfall an den Folgen davon starben. Das bringt die Statistik für 2018 denn doch auf geschätzt 590 Todesopfer auf den belgischen Straßen.

Auch auf einer anderen Ebene muss VIAS mit weniger erfreulichen Statistiken aufwarten: Sowohl die Zahl der Verletzten, als auch die Zahl der Unfälle an sich stieg letztes Jahr leicht an und dies zum ersten Mal seit drei Jahren wieder. Und bei Motorrädern und bei Fahrrädern steigen die Zahlen ebenfalls, sowohl auf Ebene der Unfallzahlen, als auch bei den Unfalltoren.

Das belgische Institut für Verkehrssicherheit drängt denn auch darauf, die Zahl der Tempo 30-Zonen und der Radwege auszubauen. Nicht zuletzt warnt VIAS auch davor, sich mit den schnelleren E-Bikes und den Speed-Pedelecs zu überschätzen, denn gerade hier steigen die Unfallzahlen besonders schnell. 

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