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Ehrenamtliche rafften 11,5 Tonnen Abfall an der Nordseeküste auf

Am vergangenen Wochenende haben Freiwillige und Ehrenamtliche überall an der Nordseeküste Müll gesammelt. Dabei kamen alleine an der belgischen Küste mehrere Tonnen Abfall zusammen. Die Organisatoren dieser Müllsammelaktion wollen damit auch auf das Problem der sogenannten „Plastiksuppe“ in den Ozeanen aufmerksam machen.

Etwa 7.500 freiwillige Helfer hatten sich entlang des rund 76,5 Kilometer langen Nordseestrands in Belgien getroffen, um dort unter dem Motto „Clean Beach Club“ Müll aufzuraffen. Das waren doppelt so viele Teilnehmer wie bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen Jahr. Auch an Abschnitten der Nordseeküste in Frankreich, den Niederlanden und in Deutschland gab es solche Aktionen. 

Das tötet Tiere, denken sie nur einmal an den Walfisch mit 40 Kilo Plastik im Magen.“

Sven Fransen, Clean Beach Club

Insgesamt, so Sven Fransen vom belgischen „Clean Beach Club“-Organisationsteam, seien in allen beteiligten Ländern rund 11,5 Tonnen Abfall eingesammelt worden: „Weltweit wird mehr und mehr Plastik in den Meeren entsorgt oder gelangt auf Umwegen dorthin. Das tötet Tiere, denken sie nur einmal an den Walfisch mit 40 Kilo Plastik im Magen. Das dringt weiter in die Lebensmittelkette ein und landet auf unserem Teller und in unserem Blut. Oder es sinkt in die Böden und bedroht das gesamte Ökosystem.“ 

Das dringt weiter in die Lebensmittelkette ein und landet auf unserem Teller.

Sven Fransen, Clean Beach Club

Was als eine kleine lokale Initiative einiger Surfclubs an der Küste  begonnen hat, wird in Belgien inzwischen zu einem nationalen Event. Sogar die EU-Kommission hatte eine Delegation Abfallsammler an die belgische Küste entsendet. Diese tat ihre Arbeit unter der Leitung der belgischen EU-Sozial- und Arbeitskommissarin Marianne Thyssen (CD&V/EVP). Auch hier stellte man fest, dass das Bewusstsein in der Bevölkerung für dieses Thema deutlich gewachsen ist. 

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