Fluglotsen protestieren weiter: Verspätungen an Belgiens Flughäfen möglich

Seit 7 Uhr am Montagmorgen führen die Fluglotsen der belgischen Flugsicherung Skeyes wieder Protestaktionen gegen einen zu hohen Arbeitsdruck durch. Dadurch kann es weiter zu leichten Verspätungen bei den Starts an den belgischen Flughäfen kommen. Doch vor allem bei den Landungen können größere Probleme auftauchen.

Eine Sprecherin des Brüsseler Nationalflughafens in Zaventem sagte am Montagmorgen gegenüber VRT NWS, dass sich die Proteste bei Skeyes vor allem auf die Landungen auswirken werden. Während bei den Starts kaum Probleme vorliegen, seien bei den ankommenden Flügen nur unzureichend Fluglotsen im Dienst. Die könne bis gegen 16 Uhr am Nachmittag andauern.

Seit Wochen rumort es bei Skeyes, der belgischen Flugsicherung. Das Personal wirft der Behörde vor, mit ein wenig Personal für einen zu hohen Arbeitsdruck zu sorgen und dies mit einer schlechten Planung der Schichten zusätzlich zu verschärfen. Hinzu komme, so eine Stellungnahme der Gewerkschaften, dass Mitarbeitern weiter Elternzeit nicht gewährt werde und dass vor allem beim technischen Personal zahllose Überstunden nicht abgebaut werden dürfen.

Mit der sozialistischen Gewerkschaft ACOD hat sich Skeyes wohl auf ein Abkommen einigen können, doch die anderen Gewerkschaften lehnen dies ab und zwar mit dem Argument, dass dieses Abkommen lediglich die aktuelle Arbeitsweise bestätige. Dies bringe nicht zuletzt die Sicherheit des Flugverkehrs in Belgien in Gefahr, so eine Sprecherin der liberalen Gewerkschaft VSOA gegenüber VRT NWS.

Skeyes-Direktor Johan Decuyper kündigt am Sonntag Disziplinarverfahren gegen Mitarbeiter an, die am Montag weiter ihrem Arbeitsplatz fernbleiben würden (siehe nebenstehenden Beitrag).