Flip Franssen

Die Beschäftigten der Transportbranche protestierten gegen Sozialdumping

In Brüssel hatten sich am Mittwoch mehrere tausend Mitarbeiter aus dem Transportsektor zu einer Demonstration gegen Sozialdumping versammelt. An der Kundgebung nahmen auch Taxifahrer, Eisenbahner und Beschäftigte aus Flughäfen aus vielen europäischen Ländern teil. Die Demonstranten zogen vom Brüsseler Nordbahnhof aus in Richtung Schuman-Platz im Europaviertel. Bis zum Abend musste hier mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Die europäische Transportgewerkschaft ETF hatte zu dieser Demonstration aufgerufen, um striktere Arbeitsregeln einzufordern. Viele hiesige Transportunternehmen lassen LKW-Fahrer aus Osteuropa im Westen der EU arbeiten, allerdings zu Lohn- und Arbeitsbedingungen in deren Heimatländern. Das allerdings verstößt gegen geltendes EU-Recht. 

Und doch wird zu wenig auf die Einhaltung dieser Regelungen geachtet, wie Frank Moreels, der Vorsitzende des Verbandes der Transportbeschäftigten BTB gegenüber VRT NWS:

„Manchmal befindet man sich in einer grauen Zone. Doch es gibt so viele deutliche und himmelschreiende Vorfälle, bei denen die Gesetze wirklich übertreten werden und wogegen man einfach vorgehen kann. Doch das passiert nicht.“

Moreels und die Demonstranten der anderen Verbände und Gewerkschaften fordern denn auch von der Europäischen Union, dass sie endlich deutlich gegen solche Praktiken vorgeht oder vorgehen lässt. Der Verkehr über den Kleinen Ring in Brüssel und im Europaviertel war bis zum frühen Abend durch diese Demonstration gestört, teilt das regionale Brüsseler Verkehrsamt. 

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