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Belgischer Premier fordert britische Behörden auf, "im Interesse des Landes zu handeln"

Als Reaktion auf die erneute Ablehnung des Brexit-Abkommens mit der Europäischen Union durch das Unterhaus, forderte Premierminister Charles Michel an diesem Freitag die britischen Behörden auf, "im Interesse des Landes zu handeln und einen klaren Weg vorzugeben".

Das britische Unterhaus hat zum dritten Mal das Brexit-Abkommen von Premierministerin Theresa May abgelehnt. 344 Abgeordnete stimmten gegen den Deal, nur 286 dafür. Damit rückt ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der EU am 12. April näher.

"Wir bedauern zutiefst die erneute Ablehnung des Austrittsabkommens im Unterhaus", lautet ein Tweet von Michel. "Ich fordere die britischen Behörden auf, im Interesse des Landes zu handeln und einen klaren Weg vorzugeben.“

Michel und die anderen europäischen Staas- und Regierungschefs werden am 10. April in Brüssel zusammenkommen. Bis dahin muss die britische Regierung ihre Pläne klären und auf den Tisch legen. Entweder fordert sie einen längeren Aufschub des Brexit und die Briten müssen noch Ende Mai an den Europawahlen teilnehmen oder sie verlassen die Europäische Union am 12. April um Mitternacht ohne Einigung, das  heißt ungeordnet und mit unabsehbaren wirtschaftliche Folgen.

Nach der dritten Ablehnung des „Scheidungsabkommens“ in Westminster betrachtet die Europäische Kommission einen britischen Rückzug ohne Abkommen als "ein wahrscheinliches Szenario". In einer Mitteilung hat die Kommission versichert, dass die Europäische Union auf ein solches Szenario bestens vorbereitet sei.

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