Fünf Demonstrationen an diesem Sonntag in Brüssel: Wo und wann finden sie statt?

Von den Gelbwesten über Abtreibungsaktivisten (pro und contra) und Demonstranten gegen Artikel 13 bis hin zu Klimaprotesten: An diesem Sonntag wird in Brüssel auf die Straße gegangen. Lesen Sie hier, wo und wann sie mit Behinderungen im Straßenverkehr rechnen müssen?

  • Am Nordbahnhof versammeln sich ab 13:00 Uhr wieder die Gelbwesten zu einer großen Demonstration. Sie protestieren gegen die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten. Die Demonstration wird etwa bis 18.30 Uhr dauern. 
  • Gleichzeitig versammeln sich auch die Klimademonstranten am Nordbahnhof. Von dort aus ziehen die Jugendlichen, Studenten, Bürger und Vereine gemeinsam zum Jubelpark/Parc Cinquantenaire, um auf das Klimaproblem hinzuweisen. "Wir müssen Druck auf die belgische und europäische Politik ausüben", heißt es. "Wir fordern eine drastische Reduzierung der Treibhausgasemissionen.“
  • In der Nähe des Poelaertplatzes versammelt sich gegen 14.30 Uhr der sogenannte „Marsch für das Leben“. Ein Marsch gegen die Abtreibung. Ziel ist es, wie die Demonstranten selbst sagen, „das Recht auf Leben zu verteidigen und sich für alle Opfer von Abtreibung, Euthanasie und allen Praktiken, die dem menschlichen Leben schaden oder die über das menschliche Leben verhandeln, einzusetzen.“
  • Als Gegenreaktion auf die Anti-Abtreibungs-Demonstranten werden Menschen, die für „eine freie Entscheidung“ sind, von 13.00 bis 16.00 Uhr vor dem Brüsseler Hauptbahnhof aktiv. Mit dem Namen ihrer Demonstration "March 4 Life" weisen sie auf das Recht auf eine legale Abtreibung hin. "Mein Körper, meine Wahl, meine Freiheit" ist ihr Motto.
  • Darüber hinaus findet eine Protestaktion gegen Artikel 13, also gegen die Reform, die Uploadfilter für das Internet vorsieht, statt. Ab 14.30 Uhr versammeln sich auf dem Schuman-Platz im Europaviertel Demonstranten, die sich gegen Artikel 13 stellen, den das Europäische Parlament letzte Woche angenommen hat.

    Mit dem Artikel, wurde das Urheberrecht geändert, um die Nutzung von     (sozialen) Medien an das digitale Zeitalter anzupassen. Die     Internetplattformen müssen nun genauer überwachen, was     hochgeladen wird. Die Aktivisten glauben, dass die neue Reform der     Kreativität und der digitalen Wirtschaft schade. "Nichts wird wieder so     sein wie früher“, heißt es. Google (Eigentümer von YouTube) hatte schon     in einer früheren Reaktion wissen lassen, dass das Unternehmen nicht    damit einverstanden sei. Einige befürchten, dass dies "das Ende des    freien Internets" bedeute.

Weitere Nachrichten