Antwerpen gedenkt mit mehreren Projekten dem Ende des Zweiten Weltkriegs

Die Innenstadt der Hafenmetropole Antwerpen wurde vor 75 Jahren, am 4. September 1944, von den deutschen Besatzern befreit. Anfang Oktober 1944 war dann auch das Hafengebiet vollständig in Händen der Alliierten. Aus diesem Anlass werden in den kommenden Jahren  einige Projekte gestartet, mit denen der Zeit des Zweiten Weltkriegs und den Opfern von damals gedacht werden soll. 

Antwerpen will der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung mit gleich mehreren Projekten gedenken. So werden gleich mehrere permanente Ausstellungen eingerichtet, ein Denkmal für die Opfer  soll entstehen und mit spezifisch aufgebauten Wanderungen und Büchern und Unterrichtsmaterial für die Schulen soll das ganze abgerundet werden.

Für den Monat September plant die Stadt Antwerpen ein „großes und umfassendes internationales Event“ über das später kommuniziert werden soll, wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist. 2024 dann soll das oben erwähnte Denkmal als Schlussakkord der Veranstaltungsreihe eingeweiht werden.

Dieses Denkmal ist am Scheldekai in der Nähe des MAS (Museum am Strom) geplant und soll die Namen aller bekannter Opfer aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs enthalten. Rund 25.000 Opfer sind bekannt: Zivile Opfer des Holocaust und der Nazi-Herrschaft, Zivilisten, die bei Kampfhandlungen oder Bombenangriffen ums Leben kamen - sowohl Opfer militärischer Gewalt durch die Deutschen, als auch Opfer von Kampfhandlungen der Alliierten.

Im MAS wird ab 2023 eine permanente Ausstellung zu dieser Zeit eröffnet und ab Herbst 2019 wird eine zeitlich begrenzte Ausstellung dazu im FelixArchiv zu sehen sein. Im ehemaligen Felix-Stapelhaus im Schifferviertel ist heute das Antwerpener Stadtarchiv angesiedelt.