Brüsseler Umweltzone: Kein Scherz, ab jetzt gelten Bußgelder

Die Übergangsphase in Sachen Umweltzone in Brüssel ist zum Monatswechsel ausgelaufen. Ab sofort, Stichtag 1. April, werden Bußgelder gegen Fahrer ausgeschrieben, die mit Autos ins Stadtzentrum kommen, deren Abgasnormen zu hoch sind. Die entsprechenden Strafzahlungen liegen mit 350 € pro Vergehen drastisch hoch.

Vom Einfahrverbot in diese Umweltzone waren seit dem 1. Januar 2019 PKW, Kleinbusse und Lieferwagen, Kleinlaster bis 3,5 t und Busse aller Art betroffen, die nicht der vorgeschriebenen Euronorm 3 bis 6 für Diesel bzw. Euro 2 für Benziner entsprechen. Dies gilt sowohl für belgische, als auch für ausländische Fahrzeuge und betrifft einen Großteil der Fahrzeuge, die in den Jahren 1997 bis 2000 gebaut und/oder angemeldet wurden.

Jetzt, ab dem 1. April, betrifft dies auch Fahrzeuge mit der Euronorm 2 für Dieselfahrzeuge und benzinbetriebene Autos mit den Euronormen 0 und 1.  Inzwischen sind alle Übergangsmaßnahmen der ersten Phasen abgelaufen und die Polizei macht ernst. Bei Zuwiderhandlung wird ein Bußgeld von 350 € auch für die hier genannten Normen pro Vergehen fällig!

Andere Fahrzeuge, darunter Motorräder, Kleinkrafträder, LKW über 3,5 t (ausschließlich Gütertransport) sowie elektro- und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge fallen nicht unter die Umweltzonen-Gesetzgebung. Kontrolliert wird das Ganze mit 230 Kameras, die über eine Kennzeichen-Erkennung verfügen.

Die Brüsseler Umweltzone  (auch LEZ genannt, siehe Karte unten) wird stufenweise auch weiter greifen. Ab 2020 sind Dieselwagen mit Euronorm 3 (Baujahre vor 2005), ab 2022 Dieselwagen mit Euronorm 4 (Baujahre vor 2010) und ab 2025 Fahrzeuge mit Euronorm 5 davon betroffen. Das ist der Fall für insgesamt, laut Schätzungen der Region Brüssel-Hauptstadt, rund 65.000 hier zugelassene Fahrzeuge aller Art.

Weitere Nachrichten