Drogenschmuggel im Antwerpener Hafen: Vier Hafenarbeiter verhaftet

Die Staatsanwaltschaft von Antwerpen hat vier Hafenarbeiter verhaften lassen. Ihnen wird vorgeworfen, beim Drogenschmuggel über den Hafen geholfen zu haben. Mutmaßlich haben diese Arbeiter Kokainlieferungen aus Containern geholt, um sie an Drogenhändler weiterzugeben.

Die vier verhafteten Hafenarbeiter - drei wurden am Dienstag in Antwerpen festgenommen und ein vierter am Mittwoch in den Niederlanden - gehören zum Kreis der Verdächtigen in zwei verschiedenen Fällen, in denen die Antwerpener Staatsanwaltschaft seit einiger Zeit ermittelt. Der zuständige Ermittlungsrichter erließ gegen die drei Hafenarbeiter Haftbefehl, weil sie im Verdacht stehen, Handlanger  von Drogenhändlern und Drogenschmugglern zu sein.

Den verdächtigen wird vorgeworfen, Kokainlieferungen aus Containern, die mit Schiffen aus Südamerika nach Antwerpen kamen, zu holen und an die Drogenkartelle weiterzugeben. Dabei verdienten die betroffenen Arbeiter ein Vielfaches von dem, was sie als Lohn für ihre normale Arbeit erhalten. Dem am Mittwoch verhafteten Verdächtigen wird konkret Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und die illeale Einführung von Drogen zur Last gelegt.

Diese Verhaftungen zeigen nur einen kleinen Teil der Ergebnisse von Ermittlungen gegen den Drogenhandel in Antwerpen, die teilweise schon seit Jahren laufen. In einem der Fälle geht es um eine Lieferung von 500 kg Kokain, die 2018 bei einer Razzia beschlagnahmt werden konnte.

In Antwerpen eskalieren der Drogenschmuggel und ein Krieg zwischen verschiedenen Drogenkartellen seit einiger Zeit. Seit Monaten schon sorgen Schießereien, die Zerstörung von Fahrzeugen mit Handgranaten und anderen Sprengkörpern und Schüsse auf Wohnungen für Probleme in verschiedenen Antwerpener Stadtteilen und dies nicht selten mitten in Wohnvierteln.