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Mathieu van der Poel gewinnt die 74. Ausgabe von „Quer durch Flandern“

Die 74. Ausgabe des flämischen Frühjahrsklassikers „Dwars door Vlaanderen“ führte über 182,8 km von Roeselare nach Waregem (Westflandern). Das Rennen fand teils unter chaotischen Umständen statt. Die Radprofis mussten einige Anstiege erklimmen und Pflasterwege hinter sich bringen, die am kommenden Sonntag auch auf der Route der Flandernrundfahrt liegen. Gewinner war der Niederländer Mathieu van der Poel, der rund 60 km vor dem Ziel das Finale einläutete und der erst sein zweites World Tour Rennen bestritt. 

Mehrere Probleme führten zu chaotischen Zuständen bei diesem Rennen, unter anderem einige heftige Stürze und ein Unfall beim vorausfahrenden Frauenrennen (das die Niederländerin Ellen van Dijk gewann).

Hier musste der Weg für einen Krankenwagen freigemacht werden, was für eine zeitweise Neutralisierung des Rennens der Männer führte. Hinzu kam noch, dass der alte Vorsprung zwischen der Spitzengruppe und dem Peloton und den dazwischen befindlichen Verfolgern wieder hergestellt werden musste.

Kurz nach 16 Uhr übernahm eine fünfköpfige Gruppe die Führung, die bis zu einer Minute Vorsprung vor einer Verfolgergruppe herausfahren konnte. Dieses Quintett machte den Sieger unter sich aus.

Am Ende war der niederländische Meister und Querfeldeinfahrer Mathieu van der Poel (Corendon-Circus) fast erwartungsgemäß der Gewinner, denn er reagierte auf dem letzten Kilometer auf eine Attacke des Franzosen Antony Turgis (Direct Energie) der Zweiter wurde. Van der Poel fuhr erst sein zweites World Tour-Rennen und konnte sogleich seinen ersten Sieg erringen.

Auf Rang drei kam der luxemburgische Meister Bob Jungels (Deceuninck-Quick Step), gefolgt von dem Österreicher Lukas Pöstelberger (Bora Hansgrohe) und dem Belgier Tiesj Benoot (Lotto-Soudal). Den Sprint der Verfolger gewann der Brite Luke Rowe (Sky) vor dem Niederländer Danny van Poppel (Team Jumbo Visma) und dem Belgier Yves Lampaert (Deceuninck-Quick Step), der die vergangenen beiden Ausgaben von „Quer durch Flandern“ gewonnen hatte.