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Nur rund 500 Klimademonstranten in Brüssel: Zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit

Polizeiangaben zufolge sind an diesem Donnerstag rund 500 Klimademonstranten auf Brüsseler Straßen. Der Marsch, der wieder von Anuna De Wever, Kyra Gantois und Adélaïde Charlier, angeführt wird, startete gegen 11 Uhr auf der Kruidtuinlaan/dem Boulevard du Jardin Botanique und endet am Südbahnhof.

Die Demonstranten hielten wieder Plakate und Slogans hoch, in der Hoffnung gehört zu werden. Doch die Enttäuschung in der Menge war spürbar. In der vergangenen Woche wurde das Klimagesetz, das viele Bürger seit Monaten fordern, auf den 26. Mai verschoben, weil es im Parlament keinen Konsens darüber gab, wie es verabschiedet werden soll.

"Wir sind sehr enttäuscht. Das ist nur schwer zu schlucken und das erklärt wahrscheinlich auch den Rückgang der Beteiligung heute", so Adélaïde Charlier, die französischsprachige Sprecherin der Bewegung 'Youth For Climate'.

Weiterhin besteht jedoch Hoffnung und die ermutigt die jungen Menschen. Die Demonstranten, darunter Guillaume, Leynell, Dek und Amine vom Institut Saint-Joseph in Etterbeek, sind weiterhin optimistisch. "Die Einstellungen ändern sich. Es bewegt sich etwas", sagen sie.

„Die Hartnäckigkeit der Jugendlichen ist außergewöhnlich", fügt Bruno Goffart, Mitglied von 'Großeltern fürs Klima', hinzu. Er ist gekommen, um diejenigen zu unterstützen, die "die Kraft finden, die Enttäuschung zu überwinden".   

An diesem Donnerstag schloss sich auch eine Delegation von Landwirten dem Klimamarsch an. "Wir sind die ersten Opfer von Klimaveränderungen", sagen Jean-Yves Vancompenolle und Bernadette Vrommane. Sie demonstrieren ebenfalls an diesem Donnerstag mit. Mit ihrer Teilnahme wollen sie die Botschaft vermitteln, dass "die Landwirtschaft sicherlich Teil des Klimaproblems ist, wie alle menschlichen Aktivitäten, aber dass sie auch Opfer ist und zu Lösungen beitragen kann", so der wallonische Verband der Landwirtschaft (Fwa).

Der Marsch endet am Südbahnhof.

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