2018 AP

Internationaler Drogeneinsatz: 63 Festnahmen, die Mehrzahl davon in Belgien

Seit Mittwoch führt die Polizei in fünf europäischen Ländern, darunter Belgien, einen Großeinsatz gegen die Drogenmafia durch. Wie aus juristischen Kreisen zu hören ist, seien 63 Personen verhaftet worden. 

In Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Großbritannien sind seit Mittwoch 6 Uhr morgens ein Dutzend Wohnungen durchsucht worden. Die Hausdurchsuchungen sind am Donnerstag den ganzen Tag über fortgesetzt und an diesem Freitagmittag beendet worden. Am gestrigen Donnerstagabend wurden im Zuge der Razzien etwa fünfzehn Cannabisplantagen entdeckt und mehr als 60 Personen festgenommen. Es handelt sich um Plantagen mit 600 bis 1.500 Cannabispflanzen. Am Freitag hat die Polizei weitere Verdächtige aufgespürt.

Unseren Informationen zufolge liegt der Schwerpunkt der Aktion im Hennegau. Dort wurden vor allem in Mons Hausdurchsuchungen durchgeführt. In der Umgebung von Lüttich wurden Häuser in Herstal, Soumagne und Juprelle durchsucht. In der Nähe von Charleroi fanden Razzien bei Tarcienne statt. In Frankreich gab es Hausdurchsuchungen in Revin, unweit der Grenze. Auch in Flandern, in Affligem (bei Aalst) und in Genk, wurden Häuser durchsucht.

Die Razzien wurden von der Polizei der betroffenen Länder mit Unterstützung von Interpol und griechischen und deutschen Polizisten durchgeführt. Die Verdächtigen werden von der Polizei verhört und erscheinen vor den Untersuchungsrichtern in Tournai. Einige von ihnen sollen zur albanischen Mafia gehören. In Belgien wurde auch die Einwanderungsbehörde eingeschaltet. Am Donnerstagabend sind etwa zehn Personen in einer geschlossenen Unterkunft mit Blick auf ihre Abschiebung einquartiert worden.

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