Flip Franssen

Was ist Ihnen lieber? Eine Gebühr von 2 Eurocent/km oder eine Gebühr von 5 Cent/km mit einer Startgebühr von 25 Cent auf Flanderns Straßen?

Eine Kilometergebühr von 2 Eurocent pro Kilometer oder eine Gebühr von 5 Eurocent pro Kilometer mit einer Startgebühr von 25 Cent: Über diese beiden Szenarien denkt die flämische Regierung in der jüngsten Version ihres Mobilitätsplans für Flandern nach. 

In dem Vorschlag, der am gestrigen Donnerstag bei einem Treffen der Ministerkabinette diskutiert wurde, wird erläutert, wie Flandern in Zukunft besser erreichbar werden soll, schreibt die Zeitung De Tijd.

In beiden Szenarien soll die Abgabe für eine Fahrt von 100 Kilometern auf flämischen Straßen rund 2 bis 5 Euro betragen. Das ist ein Durchschnittsbetrag, denn die "intelligente" Steuer soll je nach Ort und Tageszeit variieren und wird daher während der Hauptverkehrszeit und in den Großstädten teurer.

Gegen immer längere Staus vorgehen

Verkehrsexperten sehen in der Kilometergebühr die beste Methode, um die wachsenden Staus in Flandern zu bewältigen. Ihnen zufolge sollte die „Maut“ hoch genug sein, um das Verhalten der Autofahrer zu verändern. Die Einführung dieser sehr sensiblen Maßnahme ist jedoch noch lange kein Fakt.

Die flämische Regierung setzte sich im Juli 2018 für die Einführung einer intelligenten, budgetneutralen Kilometerabgabe für Autos ein. Die kommende Regierung muss eine Lösung finden, nach der die Kilometergebühr bestenfalls 2024 erhoben wird.

Ein Konsortium, das von der flämischen Regierung beauftragt wurde, zeigt alle Möglichkeiten der Straßennutzungsgebühren auf.

Der flämische Verkehrsminister Ben Weyts (N-VA) lehnt Fragen zu den Szenarien ab. „Über die Tarife einer Kilometergebühr könne man noch nichts Sinnvolles sagen, denn die von der Regierung in Auftrag gegebene Studie läuft noch bis Juni", wird der Minister in De Tijd zitiert.