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Flanderns Landesregierung macht mehr Geld für die Sekundarschulen frei

Die flämische Landesregierung will mit einer Finanzspritze über 50 Mio. € zusätzliche Plätze für Schulkinder in den Sekundarschulen schaffen. Diese Gelder fließen zusätzlich zu den vor einem halben Jahr zu diesem Zweck freigemachten 151 Mio. €. Am Anfang des kommenden Schuljahres steigen aber auch die Schulzulagen in Flandern.

Die Zahl der Schulkinder steigt sowohl im belgischen Bundesland Flandern, als auch in der Region Brüssel-Hauptstadt. Seit 2010 arbeitet die flämische Landesregierung daran, die entsprechenden Kapazitäten in den Schulen, vor allem in den Sekundarschulen platzmäßig anzupassen. Seitdem wurden darin 372 Mio. € investiert und bisher konnten rund 20.000 zusätzliche Plätze in den Klassen geschaffen werden. 20.000 weitere Plätze stehen kurz vor der Fertigstellung.

In den Sekundarschulen allerdings muss schon jetzt ein drohender Rückstand aufgearbeitet werden. Die Schulbehörden gehen davon aus, dass bis zum Schuljahr 2024-2025 zusätzliche 58.500 Plätze zusätzlich geschaffen werden müssen.

Vor knapp sechs Monaten flossen 151 Mio. € in das Sekundarschulwesen, um in den kommenden drei Jahren mindestens 16.200 Plätze fertigzustellen und dies in Schulen in Flandern und für die flämischen und niederländisch-sprachigen Schulen in der Brüsseler Region. Wo die Not am größten ist, wurde ausgelotet. Die Mittel werden Schulen in 29 Städten und Gemeinden eingesetzt.

Jetzt kommen weitere 50 Mio. € hinzu, die spezifischen Schulen in den Städten Aalst, Gent und Antwerpen zur Verfügung stehen werden, aber auch solchen in Brüssel und im flämischen Rand um die Hauptstadt herum in Flämisch-Brabant. 

Höhere Schulzulagen

Ab dem kommenden Schuljahr 2019-2020, so beschloss die flämische Landesregierung in der vergangenen Woche, werden auch die Zulagen, sprich das Schulgeld erhöht. Kleinkinder im Alter von 3 bis 5 Jahre sollen durchschnittlich 103,7 € pro Schuljahr erhalten (+ 8,7 %), Kinder von 6 bis 12 Jahre erhalten 158,26 € (+ 22,3 %) und Jugendliche von 12 bis 18 Jahre erhalten 722,38 € (+268,4 %).

Diese schuljährlichen Summen errechnen sich am Einkommen der Eltern und der Zahl der Kinder, die den entsprechenden Haushalten zu Lasten gehen. Die Schulzulagen werden automatisch überwiesen, die Eltern müssen dieses Geld also nicht selbst beantragen.