Proximus-Problem auch bei Notrufen erschwerte Rettungsaktion auf der Schelde

Beim Zusammenstoß von zwei Speedbooten vom Typ „Zodiac“ auf der Schelde am späten Freitagnachmittag fielen 18 Personen ins Wasser. Die Bergung der Unfallopfer war mit Problemen verbunden, denn aufgrund von Netzwerkfehlern beim Provider Proximus waren auch die Notrufnummern zeitweise unbrauchbar.

Zum Glück forderte der Zusammenstoß von zwei Speedbooten auf der Schelde am Freitag gegen 18 Uhr nicht zu Todesopfern, doch drei der insgesamt 20 Personen, die sich an Bord der beiden „Zodiacs“ befanden, wurden bei dem Unfall schwer verletzt. 15 weitere, die über Bord gegangen waren, wurden nur leicht verletzt.

Die Bergung der Besatzungen erwies sich als problematisch, denn auch im Raum Antwerpen waren die Probleme bei Proximus zu spüren. Unter anderem fielen die Notrufnummern aus. Die 112 war zum Beispiel nicht anwählbar.

Ein Krisenzentrum sorgte dafür, dass im Falle von Notrufen die 8112 angerufen werden konnte. Bei der Bergung der Unfallopfer half letztendlich die Besatzung eines Wasserbusses, der die Schelde bei Antwerpen befuhr.

Die beiden Speedboote waren von einem niederländischen Unternehmen gebucht worden. Die schnelle Fahrt auf der Schelde war wohl Teil eines Betriebsausflugs. Ein Amateurvideo (siehe anbei) zeigt, wie die Boote sich in schneller Fahrt berühren.

Im Laufe des Freitagabends konnte Provider Proximus, Belgiens größter Anbieter von Telekomprodukten, seine Probleme regeln und die Kunden des Unternehmens konnten wieder ihre Anwendungen nutzen. Auch die Notrufnummern 100,101 und 112 funktionierten wieder. Stundenlang waren etwa 6 Mio. Kunden des Unternehmens lediglich auf ihre Festnetztelefone angewiesen.

Retter in der Not: Antwerpener Wasserbus

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