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"Veteranentag": Gedenken an die Gefallenen 25 Jahre nach Kigali auch in Brüssel

An diesem 7. April 2019 wurde auch an der Brüsseler Kongresssäule am Grab des Unbekannten Soldaten den vor 25 Jahren im Zuge des Völkermords in Ruanda erschossenen belgischen Blauhelmsoldaten gedacht. Die Zeremonie fand im Rahmen des jährlichen Gedenkens an alle gefallenen belgischen Soldaten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs statt.

Der 7. April 1994 gilt auch und gerade für das belgische Militär als ein Schicksalstag. An diesem Tag wurden 10 belgische Blauhelmsoldaten in Kigali ermordet. Diesem tragischen Anlass ist geschuldet, dass Belgien allen Soldaten des Landes, die in Ausübung ihres Auftrags seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ihr Leben verloren haben, jährlich am 7. April gedenkt.

Das dieser sogenannte „Veteranentag“ immer an diesem Stichtag begangen wird, beschloss die damalige belgische Regierung im Jahr 1998. Seit 1945 sind insgesamt 252 Soldaten aus unserem Land bei Konflikten oder während internationalen Missionen ums Leben gekommen, z.B. im Koreakrieg oder bei diversen Friedensmissionen.

An dieser Zeremonie, die ganz im Zeichen des Dramas von Ruanda stattfand, nahm auch König Philippe teil. Der Monarch sprach am Rande der Zeremonie mit Angehörigen von belgischen Soldaten, die während ihres Einsatzes für unser Land ihr Leben verloren haben.

Im Rahmen dieser Zeremonie hieß es von Seiten der Armee: „Es ist unsere Pflicht und unser Ehrgefühl, ihnen heute zu gedenken. In allen entlegenen Orten dieser Welt haben sie Mut, Pflichtbewusstsein und Selbstaufopferung gezeigt. Sie sind ein Vorbild für die Jugend und eine Warnung für ihre Waffenbrüder, die heute noch im In- und Ausland aktiv sind. Derzeit sind 1.063 belgische Soldaten Teil von internationalen Missionen. Keine dieser heutigen Missionen ist frei von Risiken.“