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Fabio Jakobsen gewinnt erneut den Scheldepreis in Schoten

Die 107. Ausgabe des Klassikers Scheldepreis startete am Mittwochmorgen in Terneuzen in Zeeuws-Vlaanderen in den Niederlanden. 143 Radprofis machten sich auf den 202,3 km langen Weg durch das niederländische Poldergebiet in Richtung Schoten in der Provinz Antwerpen, wo es zunächst noch zwei finale Runden zu absolvieren galt. Es kam aber wieder zum traditionellen Massensprint, den Vorjahressieger Fabio Jakobsen (De Ceuninck-Quick Step) aus den Niederlanden für sich entschied.

Schon nach kurzer Zeit war das Fahrerfeld wohl durch den heftigen Wind in dieser flachen Gegend auseinandergerissen worden, wodurch sich hier rasch die Spreu vom Weizen trennte. Die erste Aufgabe des Pelotons war also der Kampf gegen den Wind… Doch das Rennen war auch von Stürzen geprägt, es gab allerdings glücklicherweise keine Verletzten. Aber der Anschluss an ein schnell fahrendes und auseinandergerissenes Peloton kosten Kräfte, die am Ende vielleicht nötig sind und so setzte schon früh ein vermeintliches „Favoritensterben“ ein.

Kurz vor dem Grenzübertritt in Richtung Belgien fanden sich alle Gruppen wieder zusammen und es ging gemeinsam weiter. Rund 50 km vor dem Ziel, knapp in Belgien, führte ein Duo mit knapp zwei Minuten Vorsprung: Die beiden Belgier Kenneth Vanbilsen (Cofidis) und Dries De Bondt (Corendon Circus). Im Peloton zeigten sich die deutschen Fahrer in Bestform, z.B. Marcel Kittel (Katusha Alpecin).

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Beim Kilometerstein 20 vor dem Ziel hatten die beiden Ausreißer nur noch knapp 20 Sekunden Vorsprung und die große Verfolgergruppe formierte sich für das Finale in der letzten der beiden lokalen Runden im Zielort Schoten. De Bondt versuchte es noch alleine, während Vanbilsen geschluckt wurde, doch mehr als noch einmal die Sponsoren ins Fernsehen zu bringen, war das nicht mehr. 13 km vor dem Ziel kam es noch einmal zu einem Sturz im Peloton bei dem Kittel betroffen war, während es vorne so langem losging, als der Norweger Edvald Boasson Hagen (BMC-Dimenson Data) alleine loszog.

Doch der Norweger hatte keine Chance, denn das Feld raste in schnellem Tempo auf das Ziel zu. Es kam traditionell in Schoten zum Massensprint. Den gewann der 22 Jahre alte Niederländer Fabio Jakobsen (De Ceuninck-Quick Step), der Vorjahressieger, vor dem Deutschen Maximilian Walscheid (Sun Web) und dem Briten Christopher Lawless (SKY).