Nach der Trockenheit: Grundwasserpegel in Flandern lokal noch viel zu niedrig

Die Grundwasserpegel haben sich auf rund einem Drittel der flämischen Fläche nach der anhaltenden Trockenheit des vergangenen Jahres noch nicht wieder erholt. Im Gegenteil: Laut den Beobachtungen der Flämischen Umweltgesellschaft (VMM) ist an vielen Orten bisher noch zu wenig Regen gefallen, um den Grundwasserspiegel nachhaltig zu heben.

Die Umweltgesellschaft VMM beobachtet den Grundwasserpegel flandernweit an 154 Messpunkten und in rund einem Drittel davon sind diese Pegel für diese Jahreszeit noch sehr niedrig. Das ist besonders in den Provinzen Flämisch-Brabant und Limburg der Fall. Doch auch an den anderen Messpunkten ist noch bei weitem nicht alles so, wie es sein muss, denn vielerorts sind die Pegel des Grundwasser noch immer zu niedrig. Nur an 38 Messstellen werden die Pegel als „normal“ bezeichnet.

Der Unterschied zwischen der Ist-Situation und der Soll-Situation zeigt sich besonders deutlich in der Aussage der VMM-Mitarbeiterin Katrien Smet, die gegenüber der Nachrichtenagentur Belga angab, dass die Pegel eigentlich zu dieser Zeit des Jahres auf ihrem Höchststand sein müssten: „Das bedeutet, dass wir nicht gut dastehen, wenn es wieder einen trockenen Sommer geben wird.“

Eigentlich könnten jetzt nur noch niederschlagsreiche Monate Mai und Juni helfen, heißt es dazu bei der Flämischen Umweltgesellschaft. Die VMM rät den Leuten dazu, schon jetzt kein Wasser zu vergeuden und auf das Auffangen von Regenwasser zu setzen, um die Gärten zu gießen oder um Wasser zu anderen Zwecken nutzen zu können.