Nachtfrost: Die Obstbauern in Limburg sind besonders wachsam

Die Obstbauern in der Provinz Limburg sind gewarnt: Nachtfrost kann ihre Ernte beschädigen, denn in den kommenden Nächten können die Temperaturen lokal unter die 0°C-Grenze sinken. Vor allem in der Nacht von Freitag auf Samstag kann die Lage problematisch werden, so das wissenschaftliche Zentrum für Früchte und Obst.

Dieser Zeitpunkt im Jahr ist für den Anbau von Ost und Früchten in unseren Breitengraden enorm wichtig, denn jetzt entwickeln sich die Blüten der Obstbäume. Frost kann gerade jetzt besonders schädlich sein. Die betroffenen Landwirte sind wachsam und folgen den Wetterberichten mit Argusaugen.

Die Obstbauern schlagen in diesen Tagen und Nächten mit ihren Smartphones am Ohr, um die Temperaturen ständig zu beobachten. Für einige Obstarten sind diese Tage und Wochen besonders wichtig. Die Birne ist bereits in voller Blüte, die Äpfel sind kurz davor. Und Kirschen und Erdbeeren sind gerade jetzt besonders sensibel in ihrer Entwicklung.

Doch wie können die Obstbauern ihre Ernte vor Frost schützen? Einige Unternehmen besprengen die Pflanzen mit Wasser, um so ein paar Grad gewinnen zu können. Andere haben mobile Maschinen, die Wärme produzieren und können die Temperaturen um 2 bis 3°C steigern. Doch manchmal reicht es auch, Feuerschalen oder Feuerfässer aufzustellen.

Der Beginn der Osterferien bedeutet für die Obstbauern kein Urlaub und schon gar keine Reise. Jetzt müssen alle Betroffenen „Gewehr bei Fuß“ stehen und ihre Anbaugebiete ständig beobachten. Das bedeutet auch kurze bis sehr kurze Nächte und in den kommenden Tagen eigentlich überhaupt kein nächtlicher Schlaf…