Brüssel-Nord/Foto: Andreas Kockartz

Brüssel Nord bleibt Belgiens am meisten frequentierter Bahnhof

Wie bereits im Jahr 2017 war Brüssel Nord auch im vergangenen Jahr der belgische Bahnhof mit den meisten Reisenden. An einem bestimmten Stichtag im Oktober 2018 wurden hier 62.344 zusteigende Fahrgäste gezählt. Am gleichen Tag stiegen in der kleinen Ortschaft Ham-sur-Sambre in der wallonischen Provinz Namür nur acht Fahrgäste in einen Zug.

Die drei großen Bahnhöfe der belgischen Hauptstadt Brüssel - Nord, Zentral und Süd/Midi - bleiben weiterhin die am meisten frequentierten Bahnhöfe in Belgien und das ist schon seit vielen Jahren so. Hauptgrund sind natürlich die vielen Berufspendler die tagtäglich mit dem Zug in die Hauptstadt zur Arbeit fahren. Nach Brüssel Nord war der unterirdisch angelegte Zentralbahnhof der zweitwichtigste Bahnhof mit 60.899 zusteigenden Fahrgästen. Auf Rang drei steht weiter das internationale Bahndrehkreuz Süd/Midi mit 58.035 in einen Zug steigenden Reisenden.

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Brüssel-Zentral/Foto Andreas Kockartz

Der am häufigsten genutzte belgische Bahnhof außerhalb Brüssels ist und bleibt Gent Sint-Pieters, der Hauptbahnhof der Hauptstadt der ostflämischen Metropole Gent. Zwar ist dieser Bahnhof durch umfassende Modernisierungen seit Jahren eine ewige Baustelle, doch er bediente letztes Jahr 56.189 zusteigende Fahrgäste am Zähltag im Oktober. Auf Gent folgen die flämischen Bahnhöfe Antwerpen Zentral (36.823) und Löwen (Leuven) in Flämisch-Brabant (33.932).

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Brüssel Süd/Midi/Foto: Andreas Kockartz

Erst danach folgt der erste Bahnhof in der Wallonie und das ist die wallonische Landeshauptstadt Namür in der gleichnamigen Provinz mit 21.793 zusteigenden Fahrgästen. Namür wechselte damit den Rang mit Ottignies in Wallonisch-Brabant mit 20.152 Reisenden. Bisher war diese Stadt die erste wallonische Stadt in dieser Frage. Die Top 10 machen Mechelen (Prov. Antwerpen) mit 19.457 und der moderne von dem spanischen Architekten Santiago Calatrava  entworfene Bahnhof Lüttich Guillemins  mit 17.843 zusteigenden Reisenden voll.

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Lüttich Guillemins/Foto: Andreas Kockartz

Am Wochenende gehen die Fahrgastzahlen in den wichtigsten belgischen Bahnhöfen merklich zurück und die fünf am häufigsten frequentierten Stationen (die drei Brüsseler Bahnhöfe sowie Gent Sint-Pieters und Antwerpen Zentral) begrüßen zwischen 20.000 und 25.000 zusteigende Fahrgäste.

Was aber auch auffällt, ist die Tatsache, dass der Bahnhof am Brussels Airport für die Fahrgäste immer wichtiger wird. Im Eröffnungsjahr 2009 wurden hier noch rund 5.400 Reisende täglich gezählt. 2017 waren dies schon rund 8.100 und letztes Jahr stiegenn hier 9.403 Fahrgäste in einen Zug. Der unterirdische Flughafenbahnhof in Zaventem (Flämisch-Brabant) schaffte es damit auf den 15. Rang in dieser Liste.

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Löwen/Foto: Andreas Kockartz

Am Ende dieser Liste finden wir acht Bahnhöfe in der Wallonie, in denen täglich weniger als 20 Fahrgäste zusteigen. Ganz unten sind dies Verviers-Palais (Prov. Lüttich) mit 11, Hourpes (Hennegau) mit 10 und das eingangs erwähnte Örtchen Ham-sur-Sambre mit 8 Reisenden. Der Haltepunkt Aalst-Kerrebroek (Ostflandern) war wie schon 2017 mit 26 täglich zusteigenden Fahrgästen der am wenigsten genutzte flämische Bahnhof.

Die belgische Bahngesellschaft NMBS, bzw. deren Infrastruktur-Dienstleister Infrabel, weisen darauf hin, dass diese Angaben unter Vorbehalt sind, denn sie basieren auf visueller Zählung. Die Fehlerquote kann also erheblich sein. Die Bahn nutzt diese Fahrgastzählungen in erster Linie um langfristige Trends zu beobachten. Man prüfe inzwischen auch Zählungen mit technologischen Mitteln, doch bis auf weiteres seien visuelle Zählungen das beste Mittel, auch im Hinblick auf das „Preis-Leistungs-Verhältnis“, hieß es dazu vonseiten der Bahn.  

Gent Sint-Pieters/VRT

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