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Spionageverdacht gegen Huawei in Belgien erhärtet sich nicht

Wie die Zeitung „De Standaard“ in ihrer Montagsausgabe berichtet, hat sich der Verdacht der Industriespionage gegen den chinesischen Telekom-Konzern Huawei in Belgien nicht bestätigt. Die Zeitung beruft sich auf das belgische Zentrum für Cybersicherheit, CCB. Der Verdacht war im Zusammenhang mit dem Ausbau des 5G-Netzes aufgekommen.

Die Hinweise zu möglichen Spionageversuchen kamen Anfang des Jahres aus den USA. Die amerikanische Regierung hat mehrfach den Verdacht geäußert, Huawei betreibe Industriespionage im Auftrag der chinesischen Regierung.

Die US-Regierung hat von den EU-Staaten verlangt, auf eine Zusammenarbeit mit Huawei zum Beispiel beim Ausbau des 5G-Netzes zu verzichten. Dazu gibt es nach dem Bericht des Zentrums für Cybersicherheit zumindest in Belgien keine ausreichenden Hinweise.

Huawei ist nicht nur ein Hersteller von Smartphones, sondern auch einer der Hauptlieferanten von Mobilfunkmasten. Mehrere europäische Länder wollen mit dem Unternehmen zusammenarbeiten, um das 5G-Netz auszubauen.

Das ist der amerikanischen Trump-Regierung ein Dorn im Auge. Diese hatte Druck auf mehrere Länder ausgeübt, die Verwendung von Huawei-Geräten für Datennetze einzustellen. 

Aber die Untersuchung des CCB zeigt nun, dass es keine Beweise für die Warnungen der USA gibt. „Bis heute haben wir keine ausreichenden Beweise, um von einer Bedrohung durch Huawei zu sprechen", sagt ein Sprecher des Zentrums für Cybersicherheit in „De Standaard“. „Es wird keinen Abschlussbericht zu diesem Thema geben, da wir dies weiterhin überwachen werden.“

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