Bald geht die Babyboom-Generation in Rente: Belgiens Arbeitgeber machen sich Sorgen

Die so genannten Babyboomer, also die geburtenstarken Jahrgänge bis Mitte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, kommen ins rentenfähige Alter. Das macht belgischen Arbeitgebern große Sorgen, weil sie nicht wissen, wo sie Nachwuchs für ihre Belegschaft her bekommen sollen. Zu diesem Schluss kommt einen Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half bei 700 Führungskräften.

In Belgien werden in den kommenden Jahren 700.000 Babyboomer den Arbeitsmarkt verlassen. Fast 9 von 10 belgischen Arbeitgebern (88%) wissen noch nicht, wie sie auf diese Massenabgängen reagieren sollen und sehen darin langfristig sogar eine potentielle Gefahr für den Fortbestand ihres Unternehmens. Für jeden dritten Arbeitgeber ist diese Entwicklung ein großes Thema, denn die Zahl der Arbeitsmarktabgänge liegt schon jetzt höher als die Zahl der Neuzugänge.

"Das Altern der Bevölkerung ist eine Tatsache und Babyboomer verfügen über jede Menge Wissen, Erfahrung und wertvolles Know-how. Es ist daher normal, dass sich belgische Unternehmen Sorgen machen. Auf diese Abgänge müssen sie sich vorbereiten, denn kurzfristig können Rekrutierungsschwierigkeiten auftreten. Die Arbeitgeber sind daher dafür verantwortlich, Maßnahmen zur Bewältigung dieser Problematik zu ergreifen", sagt Joël Poilvache, Direktor bei Robert Half.

Gut die Hälfte der Befragten bereiten ihre Betriebe darauf vor, indem sie beispielsweise generationengemischte Abteilungen bilden.

Neben dem steigenden Alter der Beschäftigten nannten die Befragten außerdem den Einfluss neuer Technologien und die fortschreitende Flexibilisierung als die großen Herausforderung an die Arbeitswelt.

Auf diese Abgänge müssen sie sich vorbereiten, denn kurzfristig können Rekrutierungsschwierigkeiten auftreten.
Joël Poilvache, Direktor bei Robert Half.

Weitere Nachrichten