Sensationell: Flame Victor Campenaerts bricht Stundenweltrekord auf der Bahn

Der flämische Radprofi Victor Campenaerts hat auf der Radrennbahn Velodromo Bicentenarioin Mexiko 55,089 Kilometer in 60 Minuten zurückgelegt. Damit konnte der 27-Jährige die vorige Bestmarke des Briten Bradley Wiggins um 563 Meter verbessern.

Campenaerts, Europameister und WM-Dritter 2018 im Einzelzeitfahren, hatte sich akribisch auf den Weltrekordversuch in der mexikanischen Höhe vorbereitet. Im Winter trainierte er zwei Monate in vergleichbarer Höhe in Namibia und bereits im März war der Radprofi mit seinem Trainingsteam in Mexiko vor Ort.

Zu seinem Team gehörten u. a. Trainer Kevin De Weert und Sportarzt Ruud Van Thienen. 

Niemand kann sich so gut fokussieren wie Victor.

„Auf dem Bildschirm hat der Wettbewerb eine Stunde gedauert, aber nur wenige wissen, wie intensiv die Vorbereitungen waren“,  sagt De Weert, Performance Manager bei Lotto-Soudal, dem Radrennstall von Campenaerts.

Die Testfahrten in Grenchen nach der Weltmeisterschaft waren ein erster Hinweis auf sein Potenzial. „Wir haben das Team davon überzeugen können“, erinnert sich der Radsportmanager, der die Trainingseinheiten in großer Höhe begleitet hat.

Campenaerts Entourage war sich seiner Sache sehr sicher. Aus zwei Gründen: „Niemand kann sich eine Stunde lang so gut fokussieren wie Victor, der außerdem sehr gute Ergebnisse bei den Tests ablieferte.“

Dass die Realität sich von Testsituationen unterscheidet, musste De Weert während der vollen Stunde im Höchsttempo einsehen.

„Sorgen haben wir uns nicht wirklich gemacht. Aber nach 40 Minuten sackte die Leistung etwas zurück. Genau zu dem Zeitpunkt, als Wiggins beschleunigt hatte. In der letzten Viertelstunde wollten wir noch pushen, aber Victor hat später angefangen. Sein Gefühl ist eben ausschlaggebend.“

Tandem De Weert-Campenaerts

Die Zusammenarbeit zwischen Kevin De Weert und Victor Campenaerts hat sich mittlerweile als Volltreffer erwiesen. Erst in der Nationalmannschaft und jetzt auch bei Lotto-Soudal. Die Profis im Zeitfahren haben ihre Aufmerksamkeit jetzt auf ein neues Ziel gerichtet: die Tour de Romandie in der Schweiz, die auch einen Prolog und ein Zeitfahren geplant hat.

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