Schöne Aussichten: Die Küste erwartet Hunderttausende Besucher

Mit Temperaturen bis über 20 °C am Osterwochenende dürfte der Fremdenverkehr an der Küste einen ersten Boom verzeichnen. Die regionale Tourismusbehörde Westtoer rechnet mit rund 375.000 Besuchern. Die Badehose sollte man aber zu Hause lassen, so der Verband der westflämischen Rettungsschwimmer: Erstens sind die Rettungsteams noch nicht wieder auf ihrem Posten und zweitens sind die Wassertemperaturen noch viel zu frisch.

Wenn das letzte Wochenende der Osterferien genau auf Ostern fällt, fahren viele Belgier traditionell an die Küste. Weil Montag ein offizieller Feiertag ist, profitieren viele von diesem langen Wochenende, um frische Seeluft zu tanken.

Nach einem langsamen Anlauf der Übernachtungsreservierungen sind inzwischen 85 % der Zimmer zwischen Knokke und De Panne belegt. Westtoer rät den Besuchern auch, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, sowohl bei der Hinfahrt als auch an Ort und Stelle.

30 zusätzliche Züge Richtung Küste

Die belgische Bahngesellschaft NMBS setzt von Karfreitag bis Ostermontag 30 zusätzliche Züge Richtung Küste ein und erhöht damit das Angebot um 25.000 Plätze. Der Wochenendsondertarif (-50 % auf alle Hin- und Rückfahrten) gilt auch für diese Zugfahrten. 

Schwimmverbot?

„Jetzt bereits im Meer schwimmen ist viel zu gefährlich“, warnt die Bürgermeisterin der Küstenstadt Blankenberge und Vorsitzende des westflämischen Rettungsschwimmerverbandes, Daphne Dumery: „Wer sich bis zu den Knien ins Wasser wagt, kann bei diesen Temperaturen Herz- oder Kreislaufprobleme erleiden“.

Erst ab dem 1. Mai sind die Rettungsschwimmer an den Stränden wieder auf ihrem Posten. Die meisten Gemeinden arbeiten nicht mit festen Teams, sondern stellen Studenten für diese Tätigkeit ein. Diese müssen zuerst ausgebildet werden. Kurzfristig vor dem 1. Mai genügend Rettungsschwimmer aufzutreiben, ist kaum möglich, so Dumery. 

112 im Notfall

Sollte jemand am Wochenende doch einen Badeunfall beobachten, empfiehlt die Blankenberger Bürgermeisterin, die bekannte Notfallnummer 112 anzurufen.

Weitere Nachrichten